Eine teils autobiografische Erzählung.   Leave a comment

Eine teils autobiografische Erzählung.

ein paar persönliche Gedanken über den Sinn unseres Daseins

Hören Sie auf, sich zu belügen und tun Sie nicht so, als würden Sie es nicht bemerken.
Nichts ist überflüssiger in diesem Universum als die Spezies Homo Sapiens.
Nichts, rein gar nichts. Kriege, die aus Hass und Gier geführt werden, gab es seit Menschen gedenken und wird es so lange geben, bis es zu einem k.o.-Schlag kommt. Ein Schlag, bei dem es keine Garantie auf Überleben gibt, ein Schlag, bei dem die gesamte Welt zerstört wird und nichts anderes im Universum von ihr übrig bleibt, als ein schwarzer Fleck, der nur daran erinnern lässt, dass dort einmal etwas gewesen sein muss. Doch was die Welt bis dahin von innen zerfrisst, ist der Mensch. Der Welt hätte nichts Schlimmeres passieren können als unsere Spezies. Wir lügen, wir richten, wir morden, wir verschmutzen, wir zerstören – und wir schauen weg.

Es gibt Situationen, die einen Wandel in manchen Menschen auslösen, die sie aufstehen und rebellieren lassen, oft mit demselben Gedanken: Widerstand. Widerstand gegen das, was ist, worin man keine Zufriedenheit findet, um das, was sein soll, zu erreichen. Es sind all dieselben Motive, warum Krieg geführt wird. Die Welt soll besser werden, sie wollen sie besser machen. Aber verbessern sie sie? Indem sie Waffen kaufen, halten und benutzen? Sie kämpfen für ein besseres Leben für ihre Mitmenschen, während sie sie abknallen? Schamlos, kaltblütig und ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass sie mit jedem Mord mehr, die Welt noch schlechter machen, als sie ist. Sie marschieren, entwickeln Parolen, bilden Gruppen, werden mächtig, um möglichst viele Menschen von ihrer Idee zu überzeugen, um sie in ihrer eigenen Entscheidung zu beeinflussen und davon abzubringen, weil sie doch insgeheim intolerant anderer Ansichten gegenüber sind. Weil es ihrem Schlachtruf Widerstand widerspricht. Menschen, die mit Waffen in den Händen durch das Land marschieren, um Krieg für eine bessere Welt zu führen. Keine Rücksicht darauf, ob sie selbst zu Mördern werden bei ihrer Mission, alle Mörder der Welt zu vernichten.

Und wir? Sind wir etwa besser? Sollen wir behaupten können, dass wir zivilisierter sind? Dürfen wir mit dem Finger auf andere zeigen und sie als Entwicklungsländer beschimpfen? Haben wir etwa das Recht dazu, uns von ihnen abzuheben? Uns mit Niveau zu kleiden? Warum? Woher nehmen wir uns dieses Recht?
Sind Sie wirklich so blind, Sie alle, dass zu unterstützen, indem Sie es hören und annehmen, weitertragen und verbreiten? Was sind Sie für ein Mensch, der vor dem Fernseher vor dem Abendkrimi sitzt und die Nachrichten hört, sich fragt, wie das alles sein kann und dann entspannt in die Lehne zurück sinkt, um alles beiseite zu schieben und das zu genießen, was einem geboten wird: Gerechtigkeit in einem Film, wo die Bösen zur Rechenschaft gezogen werden und es mutige Polizisten gibt, die ihr Leben für andere Menschen einsetzen?

Wachen Sie auf und reiben Sie sich den Schlaf aus den Augen, Sie haben die Realität verpasst. Wo ist der Unterschied, zwischen dem Nahen Osten und uns? Wo ist der Unterschied zwischen atomaren Waffen besitzen und nicht besitzen? Wo ist der Unterschied, in einem Land zu leben, wo Krieg herrscht oder nicht? Kennen Sie ihn? Ich versuche nur zu verstehen, was um mich herum passiert. Ich versuche zu realisieren, was tatsächlich geschieht.

Früher wollte ich Journalistin werden, ich wollte die Menschen aufrütteln und bewegen, wollte Gedanken freisetzen und sie emotional berühren. Doch was sind Journalisten heute? Was ist aus der Presse geworden in all der Zeit? Auf der Jagd nach Profit ist ihnen jede Geschichte recht, umso blutiger, katastrophaler, desto höhere Auflagen, desto höhere Quoten. Desto mehr Profit. Es lebe der Kapitalismus und wir sind mittendrin!

Dann wollte ich Jurist werden, wollte für die Gerechtigkeit der Menschen kämpfen, wollte diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die es verdienen, die Schlimmes getan haben. Aber ein Jurist handelt weniger nach dem Herzen, als nach der Gesetzeslage, nach Indizen statt Bauchgefühl. Ein Jurist kämpft nicht für die Menschen, dafür ist er zu distanziert, was er sein muss, denn die Menschen haben gelernt, zu betrügen, zu lügen und manipulieren, da muss man sich dieser Beeinflussung entziehen können.
Man kämpft plötzlich für die Gerechtigkeit des Staates. Nach dem, was das Gesetz dir sagt. Aber wenn der Staat nun Unrecht ist?

Ich habe Politik und Gesellschaftswissenschaften studiert, weil ich dahinter kommen wollte, wie die menschliche Zivilisation funktioniert. Studiert in Berlin, in London und in Moskau.
Ich wollte die Welt Verbessern – mit dazu beitragen dass sich die Menschen verstehen statt sich gegenseitig zu töten.
Ist die Spezies Homo Sapiens doch die einzige Lebensform auf unserem Planeten die sich selbst vernichtet und seiner Lebensgrundlage beraubt.
Und nun bin ich Hostess. Hostess in einer Bank um eine ganz bestimmte Kundenklientel auf eine nicht alltägliche Art individuell zu betreuen.

Ich scheine aufgewacht zu sein, aus einem Schlaf, der sich Kindheit nennt. und stelle fest, dass die Menschen um mich herum gelernt haben, mit dieser Realität zu leben.
Eine frustrierende Realität für mich. Ich frage mich, wie ich das soll. Einmal nochmal unbekümmert wie ein Kind sein. Ein unerfüllbarer Wunsch.
Mein Job verlangt von mir immerzu splitternackt zu sein, (immerzu – Tag für Tag – rund um die Uhr), was mir dabei hilft die Welt mit all meinen Sinnen zu empfinden und zugleich Aufmerksamkeit zu finden die Welt zum positiven zu verändern. Und selbst wenn ich am Ende meines Lehnens nur sagen kann, Du hast es wenigstens versucht, gibt es mir die Genugtuung. nicht umsonst gelebt zu haben.
Und mit gleicher Genugtuung tut es mich erfüllen zu wissen, dass meine Tochter das fortsetzen wird und es immer Menschen geben wird, die ebenso empfinden.

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Im Leben läuft vieles anders ab als man das in seinen Vorstellungen von seinem Leben gedacht hatte. Die Realität kann grausam sein, sie zerstört Träume und Ideale, aber sie weißt auch neue Wege um seinem Leben einen Sinn zu geben.

Ich wollte Journalist werden um die Menschen aufzuklären, auf Missstände hinweisen und politische Schweinereien offen legen. Aber auch das ist eine Illusion.
Ein Chefredakteur entscheidet letzten Endes darüber was veröffentlicht wird. Und in einer Festanstellung muss man schreiben was einem vorgegeben wird. Da muss man dann über eine Monarchenhochzeit berichten statt über Hintergründe einer politischen Vorganges.
Siehe z.B. die Chinaberichterstattung in der BRD. Es trieft dabei nur so von Lügen und Diffamierungen. Und für so etwas gebe ich mich nicht her.

Von Natur her habe ich einen großen Gerechtigkeitssinn und wollte der Gerechtigkeit dienen.
Und dann kommen plötzlich Zweifel. Was ist wenn ich jemand verteidigen muss, von dessen Unschuld ich selbst nicht überzeugt bin. Ja noch schlimmer, wenn ich den Prozess womöglich Gewinne?
Und um Recht zu sprechen, als Richter ist man gezwungen Recht nach dem Gesetz zu sprechen. Man spricht Recht im Sinne eines Staates und nicht im Sine der Gerechtigkeit. Gesetze haben keine Allgemeingültigkeit. Recht in einem Staat wird von einem anderen Staat als Unrecht deklariert. Ich habe tiefstes Unrecht im Zuge der Wiedervereinigung seitens der BRD gegenüber Menschen aus der ehemaligen DDR erfahren. Und auch die Hilflosigkeit der Menschen im Sinne der BRD Gesetzgebung dagegen anzugehen. Da diese Ungerechtigkeit, ja Verbrechen, seitens des Staates, in diesem Fall BRD, vorsätzlich gewollt sind.

Und was ist aus all dem Geworden?
Ich bin in einer Bank, in einer Filiale als Hostess beschäftigt, wo ich eine ganz bestimmte Kundenklientel auf eine nicht alltägliche Art, individuell zu betreuen habe.

Ich hätte mir zu meiner Jugendzeit, aber auch noch unmittelbar nach der Wende nie träumen lassen, dass ich mal – immer splitternackt zu sein habe.
Das ist nun schon 10 Jahre her und nicht nur ich habe mich daran gewöhnt. Auch in meinem Umfeld findet da kein Mensch mehr etwas dabei.
(Die größten Probleme hatten anfangs wohl meine Eltern damit, und da hauptsächlich mein Vater.
Ich kann mich noch erinnern wo ich sie das erste Mal so besucht hatte.
Letzten Endes haben sie sich dann aber auch in Verbindung mit meiner Tätigkeit in der Bank “als kapitalistische Perversion“ – damit abgefunden.)
Selbst meine Tochter Babette, die jetzt 10 Jahre alt ist, kennt mich gar nicht anders. Und in der Schule wird sie von allen Mitschülern um ihre Mama beneidet. Die finden das alle cool, dass Babettes Mama immer nackt geht.

Während dieser Zeit hat sich natürlich mein ganzes Leben verändert und sich dieser Situation angepasst. Um vollständig nackt zu sein, darf ich laut meiner Vereinbarung auch keine Schamhaare haben, die ich mir daraufhin dauerhaft habe entfernen lassen.
Inzwischen habe ich auch keine Sachen mehr zum Anziehen, bei denen meine Genitalien (gem. den Festlegungen in meinem Vertrag,) nicht frei zu sehen sind. Was sollte ich auch damit, wenn ich diese schon seit 10 Jahren nicht mehr anziehen darf. Mit der Ausnahme von Accessoires die diesen Vorgaben nicht widersprechen, sind meine Kleiderschränke wunderbar leer.

Ständig nackt sein zu müssen, hat mir natürlich auch viele Türen geöffnet, Kontakte beschieden, Beziehungen ermöglicht von denen ich profitiere.
Nicht nur seitens der Personen die ich zu betreuen habe, auch deren Kontakten aus Wissenschaft, Politik, und Wirtschaft kann ich da mit einbeziehen. Indem ich Zugang zu Insider Informationen habe, was teilweise unvorstellbar ist wenn das an die Öffentlichkeit gelangen würde.

Und durch einen glücklichen Umstand sind ohne mein Zutun auch hervorragende Verbindungen zur Volksrepublik China insbesondere zu Shanghai für mich entstanden.
Bis hin zu privaten Kontakten zu namhaften Persönlichkeiten.
Wodurch mir auch dort alle Türen offen stehen. Natürlich ebenfalls splitternackt. Dabei gehen die Chinesen aber noch weiter als die Forderung meiner Bank, (wo nur meine Genitalien unbedeckt sein müssen). Indem ich in Shanghai, in China grundsätzlich immer vom Hals bis zu den Oberschenkeln richtig nackt zu sein habe. Was sogar in meinem Dauervisum festgehalten ist. (so dass ich chinesischen Boden nur splitternackt betreten und mich dort aufhalten darf)

Durch meine Ernennung zum personifizierten Symbol für das Shanghai World Financial Center [SWFC] im Jahr 2000, bin ich seit dem, jedes Jahr 4 bis 6 mal in Shanghai.
Hinzu kommt 2006 meine Ernennung zum Ehrenbürger von Shanghai. Was ebenfalls mit zahlreichen öffentlichen Verpflichtungen verbinden ist. Und auch sonst wurden und werden mir große Ehrungen zuteil. Zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking habe ich mit auf der Ehrentribüne 3 Reihen schräg hinter dem chinesischen Staatschef “Hu Jintao“ gesessen. Und auf der Abschlussveranstaltung zur EXPO 2010 in Shanghai, habe ich vor 2000 Gästen aus aller Welt, eine ca. 9 min. Rede an alle Teilnehmerstaaten halten dürfen. Natürlich alles splitternackt.
So dass Shanghai schon fasst mein zweites zu Hause geworden ist.

Und hier schließt sich dann wieder der Kreis zu meinem ursprünglichen Anliegen. Mein einstiger Traum, eine ganz klein wenig dazu beitragen zu können, über die Ungerechtigkeit in der Welt, die Lügen und Intrigen aufzuklären.
Dabei kommen mir das Wissen aus meinen Studien zu Gute und natürlich die vielen persönlichen Eindrücke und Erfahrungen. Was letzten Endes den Ausschlag dazu gegeben hat, alles niederzuschreiben was mir zu bestimmten Themen durch den Kopf geht. Denn diese Erfahrungen kann man an keiner Universität der Welt lernen. So dass ich am Ende doch noch sagen kann, ich habe nicht umsonst gelebt.

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Mein Leben hat einen ganz anderen Verlauf genommen als wie ich mir das einmal gedacht hatte.
Allerdings weniger durch äußere Einflüsse, vielmehr durch innere Zweifel und Erkenntnisse. Ich Hätte durchaus, Journalist, Anwalt oder Richter werden können.
Doch meinen Traum, hätte ich aus den geschilderten Gründen dabei nicht verwirklichen können.

„Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur.“
[Jean Paul]

Und ich bin auch mit dem Verlauf meines Lebens zu Frieden. Ich habe in meinem Leben schon mehr erreicht, als man sich das als Zielstellung überhaupt vornehmen kann.
Hierbei haben so viele Zufälle eine Rolle gesielt, das Zusammentreffen von Situationen, dass man das nicht planen kann.

Und so paradox das auch sein mag, beruht dass alles doch darauf dass ich immer nackt bin.
Und auch das ist nur ein Zufall.
Die Stelle war ja nicht als solche ausgeschrieben: “Suchen Mitarbeiterin für die Kundenbetreuung. Bedienung: Muss immer splitternackt gehen.“
Das ist fasst aus einem Jux heraus entstanden während einer Betriebsfahrt.
Und hat dann solche Spuren hinterlassen, dass daraus ein Marketingkonzept entstand.
+++
Für ein erfolgreiches, modernes Unternehmen gibt es neben den bekannten Indikatoren, wie z. B. fachliche Kompetenz, Flexibilität und Innovation, weitere Faktoren, die über den Erfolg oder Misserfolg mit entscheiden.
Gemeint sind Dinge wie das Erscheinungsbild eines Wettbewerbers.
Bei annähernd gleichen Konditionen der angebotenen Produkte
kann der gebotene Service die Kunden in ihrer Wahl entscheidend mit beeinflussen.!
D. h., je beeindruckender der Service eines Unternehmens für seine Kunden ist, um so erfolgreicher wird es im Wettbewerb mit anderen Konkurrenten sein!
+++
Und als Schlussfolgerung davon habe ich als „beeindruckenden Service“ der Bank,
die Kunden grundsätzlich immer splitternackt zu betreuen!

Entscheidend im weiteren Verlauf war ein Wegeunfall, den ich Mitte Jan. 2000 hatte, in dessen Folge ich 7 Wochen Krankgeschrieben war und durch meine NICHT Anwesenheit in der Bank angeblich wichtige Abschlüsse nicht zu Stande gekommen waren.
Und erst dann hatte man mit mir eine feste Vereinbarung getroffen, (16. März 2000) die auch Bestandteil meines Arbeitsvertrages ist, wonach ich immer nackt zu gehen habe und die dann kontinuierlich erweitert wurde.
Und daraus hat sich dann alles andere entwickelt. Ich hatte mal damit angefangen für die Nachwelt alles aufzuschreiben, aber etwa bei Seite 400 habe ich dann wieder damit aufgehört.
Letzten Endes wiederholt sich alles, nur mit anderen Personen an einem anderen Ort.

Eine etwas kritische Situation gab es 2007, als in Folge der 1. Finanzkrise, zur Kostenreduzierung, sämtliche inländischen Zweigstellen meiner Bank geschlossen werden sollten. Man hatte für mich vorgesehen in die Konzernzentrale nach München zu gehen. Eine tolle Wohnung usw. war alles schon für mich hergerichtet. Was ich aber partout nicht wollte und habe dann hoch gepokert und mit der Kündigung gedroht. Wobei ich aber auch sofort bei mehreren Kunden, die ich zu betreuen habe, hätte anfangen können.
Und da man mich ganz offensichtlich nicht verlieren wollte, hat man dann beschlossen, die Berliner Niederlassung mit verminderter Belegschaft (ehemals 80, jetzt 50 Mitarbeiter) bestehen zu lassen. Wo ich jetzt noch tätig bin. Zumal in diesem Gebäude vieles speziell für mich hergerichtet ist. So ist z. B. die Wand zwischen dem Foyer und meinem Büro von der Decke bis zum Fußboden vollständig aus Glas. So dass alle Besucher die in die Niederlassung kommen, mich dort sofort sehen können. Aber genau das ist ja gewollt. Darum muss ich u. a. ja nackt gehen.


Ich im Kreis meiner Kollegen

 


Gruß Sabine

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Veröffentlicht 8. September 2012 von sabnsn in ich über mich

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