politische Korrektheit   3 comments

Gegen political correctness / Politische Korrektheit
Unser Lehrer Dr. Specht – Jürgen Elsässer

Unser Lehrer Dr Specht zu – Political correctness [Neger] (SY)


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Unser Lehrer Dr Specht zu – Political correctness [Rotkäppchen] (SY)

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Der gute Dr. Specht… Ein klasse Lehrer! Nimmt die politisch korrekte Sprachpolizei super auseinander… Die Schüler werden einbezogen, der Lernerfolg wird an der Tafel fixiert: Solche Pädagogen brauchen wir…

Würde es heute eine solche Sendung noch geben dürfen? Sicher nicht! Die pc-Mafia würde Sturm laufen. Ein solcher Lehrer würde, wie Frau Sarrazin (vgl. ihr Interview in COMPACT 12/2012) gemobbt.

Dabei ist die Austrahlung gerade 14 Jahre her, von 1999. Daran sieht man, wie rasant sich dieses Land zum Schlechten verändert. Heute werden die Bücher von Astrid Lindgreen umgeschreiben (“Negerkönig” und anderes wird gekillert) und die Bundesfamilienministerin bekennt offenherzig, dass sie beim Vorlesen von Kindermärchen auch die Grimm-Brothers frisiert, “das Gott” etc… In Behördenausschreibungen gilt die feministische Grammatik (Binnen I), Ausländer sind per defininitionem abgeschafft, es gibt nur noch “Menschen mit Migrationshintergrund”…

Ist unwichtig? Bestimmt nicht. Wenn die Begriffe verschwinden, hat der Mensch keine Kategorien mehr, um die Wirklichkeit zu erfassen, bzw. er erfasst sie anders. Plötzlich gibt es keine Ausländerkriminalität mehr, da das ja alles schwuppdiwupp Inländer geworden sind…

Feministisch-Sexistischer Wahnsin der EU
https://sabnsn.wordpress.com/2012/11/18/631/comment-page-1/#comment-124

Ein gebildetes Volk ist in Deutschland nicht erwünscht.
https://sabnsn.wordpress.com/2012/12/11/deutschland-und-die-auslander/comment-page-1/#comment-188

Bildungssystem – was läuft hier eigentlich falsch?
https://sabnsn.wordpress.com/2012/12/11/deutschland-und-die-auslander/comment-page-1/#comment-202

Das Brecht auf Deutsch oder die Liszt der deutschen Sprache

Von der Eigenart, noch nie einen Lessing oder Dürrenmatt in der Hand gehalten zu haben können viele ein Ständchen pfeifen. Schlimmer noch, die meisten haben eine deutsche Schule besucht, abgeschlossen und daher auch Deutschunterricht genießen dürfen. – eine Kritik

Was ist das schon, so ein Lessing? Im gelben Reclamformat vielleicht 100 Seiten auf zehn Mal fünfzehn Zentimetern. Wenn’s hoch kommt wahrscheinlich 2000 Zeilen. Nicht viel Text in gebundenem Heftchen. Und doch ist so ein Lessing ein wertvolles Stück deutscher Kultur. Ein wichtiges Stück deutscher Sprache.
Ob Lessing, Brecht, Dürrenmatt, Frisch oder Klassiker wie Goethe und Schiller. Alle haben sie eines gemeinsam: Sie waren Denker, Dichter, Spiegel der Gesellschaft. Sie waren Lehrer eines Volkes und dessen Tücken. Alle ihre Schriften, alle ihre Gedanken sind auch heute noch von äußerster Bedeutung. Jede ihrer Ideen ist auch heute noch, mit unter 200 Jahre danach, in all ihren Facetten aktuell. Jede ihrer Sichtweisen sollte auch heute noch, wenn auch 200 Jahre danach, eine Anregung sein. Für uns, die Gesellschaft, die Nachfolge derer Herren, die wir heute Deutsche Literatur nennen.


Doch unsere Deutsche Literatur verliert immer schneller immer stärker an Bedeutung. Die, die sie noch wahren und zu schätzen wissen sterben aus. Und die, die sie erfahren sollten, werden es nie zu wahren und schätzen lernen. Der Tragödie, das Aussterben deutscher Literatur, erster Teil wirft eine völlig neue Frage auf: Wollen wir es oder sollen wir es Vergessenmachen?

Minimal 9 Jahre muss ein deutscher Bürger in die Schule gehen ehe er befreit ist jeglicher Pflicht. Minimal reicht das zum Hauptschulabschluss. Maximal darf ein deutscher Bürger 14 Jahre zur Schule gehen. Maximal reicht das zur Allgemeinen Hochschulreife. Das bedeutet: Zwischen 9 und 14 Jahre lang hat ein deutscher Bürger also Zeit, Bekanntschaften mit den wichtigsten Literaren vergangener Zeit zu machen.

Umso grauenhafter, dass ausgerechnet dies ausbleibt. In Bayern, einem der bildungsforderndsten Bundesländer ist es zum Kavaliersdelikt geworden, nicht mehr Bescheid zu wissen, über Goethe, Schiller und Co. Die Mittelschule, wie sie sich seit Neustem nennt, haucht das Thema Deutsche Literatur nicht einmal mehr an. Sie überfliegt die deutsche Grammatik und Rechtschreibung im Schnelldurchlauf, damit es auch ein zugereister Ahmed mit Mangelhaft versteht. Die Realschule, die eigentliche mittlere Schule, ist viel zu sehr beschäftigt mit der Fähigkeit richtig Argumentieren zu können und Texte auf ihre einzelnen Einzelheiten auseinander zu nehmen. Sie beinhaltet im Lehrplan zwar hie und da ein wenig Literaturgeschichte. Zeit zum Lesen bleibt dennoch nicht viel. Und das Gymnasium, deren Schüler sich höchstens mal mit Herrn Faust aus einander setzen müssen, ist viel zu sehr verwickelt in… ja in was eigentlich?

Nehmen wir jetzt ein Beispiel, welches auch meiner schulischen Laufbahn ähnelt: Ein Schüler, der nach der Grundschule auf die Hauptschule kommt, von dort aus in die Realschule wechselt und letztlich sein Abitur an der Fachoberschule erlangt – Hat endlich alle Glieder unseres Schulsystems durchlaufen ohne wirklich je eine Schullektüre bedeutsamer deutscher Literatur gelesen zu haben. Nun, wie kann das sein? Heißt es nicht: Was Hänslein nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Genau dieser Umstand ist es letztendlich, der die Kulturverdrossenheit und den Kulturschwund in unserer Gesellschaft so fördert.

Viele Gründe sollen sich finden. Ich fragte meine letztjährige Deutschlehrerin wie es denn dazu kommt einem Abitur auch in Deutsch entgegen zu fiebern ohne je etwas von Bertolt Brecht gehört zu haben. Eine meiner Klassenkameraden hörte nach 12 Jahren Schule zum ersten Mal davon, und das auch nicht direkt durch den Unterricht. Die Antwort fiel recht beschämend aus. Die Lehrerinnen und Lehrer müssten geeignete Lektüren finden, wenn sich überhaupt mal Zeit für eine Lektüre findet. Das heißt, dass sich das Wahren deutscher Literaturgeschichte und dem dazugehörigen Verständnis nun nach dem Wissenstand eines zugereisten Ahmed richtet. Richtet sich nicht der Schüler nach dem Stoff und nicht umgekehrt, der Stoff nach dem Schüler? Ich wurde bissiger: Was sucht denn ein Schüler auf der Gymnasialstufe wenn er einen Brecht, der bei aller Liebe nicht das Schwerste Deutscher Schrift ist, nicht zu verstehen vermag? Zu schwer sei solch ein Drama. Zu unverständlich solch eine Philosophie. Zum Vergleich: Im Ausland sind deutsche Werke Gang und Gebe. In meinem Geburtsland Kroatien, das mit der deutschen Sprache und so wenig am Hut hat wie der Eiffelturm mit China, gehört es zur schulischen Grundausbildung sich mit den deutschen Texten und den damit verbundenen Philosophien auseinander gesetzt zu haben. Es scheint, für jeden sei ein deutsches Werk verständlicher als für den Deutschen selbst. Das Schulsystem jedenfalls sieht sich keiner Schuld bewusst. “Man muss halt auch Einstriche verkraften“.

Einstriche verkraften. Das heißt Einstriche in deutscher Kultur verkraften. Wie wollen wir andere integrieren wenn wir uns selber nicht einmal in unsere eigene Kultur integrieren? Im Interview mit dem Spiegel sagte Christian Görisch, der mit einem Sport – und Freizeitprogramm Jugendliche mit sozialkritischem Hintergrund betreut: „Wir nutzen den Boxsport nur als Zugang, tatsächlich geht es um Werte und Bildung. Für mich funktioniert Gewaltprävention nur durch Integration. Integration funktioniert nur durch Bildung.“ Bildung bedeutet auch kulturelle Bildung. Und kulturelle Bildung bedeutet auch Bildung in Sachen deutscher Literatur (-geschichte).

Ist denn ein Lessing, der schon früh vor dem Völkerhass auf das Judentum und dem Religionskrieg zwischen Menschen warnte – Ist denn ein Brecht, der Korruption, menschenverachtenden Kapitalismus und Kriegsgeilheit beklagte – Ist denn ein Dürrenmatt, der sich gegen eine geldgierige Gesellschaft und deren schmutzige Folgen beschwerte – Ist denn ein solches Gedankengut wirklich so unwichtig, dass es in der Bildung unserer Bürgerinnen und Bürger so untergeht?
Mate Raspovic

Quelle Worldpress.com

Volksverdummung:
Ein Dummer unter Gleichgesinnten merkt nicht das er dumm ist.
[Sabn-spn]

oder in Anlehnung an ein Zitat von Goethe:
Das hohe, reich dotierte Establishment fürchtet nichts mehr als die Aufklärung der unteren Massen.


Hurra wir verblöden (SY)

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Political correctness – Dieter Nuhr (SY)

“Wenn wir etwas lernen wollen, müssen wir bei Aktionen und Protesten mitmachen, das ist Selbstaufklärung durch Widerstand, und die brauchen wir auch, denn Presse und Universitäten informieren nicht über das, was wirklich passiert.”
Maria Mies

“Was nützt es dem Menschen, wenn er Lesen und Schreiben gelernt hat,
aber das Denken anderen überlässt?”
Ernst R. Hauschka

“Immer, wenn man die Meinung der Mehrheit teilt, ist es Zeit, sich zu besinnen.”
Mark Twain

“Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.”
Immanuel Kant

“Über eine gewonnene Erkenntnis sollte man sich mehr freuen als über eine verlorene Illusion.”
Horst Friedrich

“Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken,
das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste,
und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.”
Konfuzius

“Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen, die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen.”
Albert Einstein

“Glaubt den Büchern nicht, glaubt den Lehrern nicht, glaubt auch mir nicht.
Glaubt nur das, was ihr selbst sorgfältig geprüft und als Euch selbst
und anderen zum Wohle dienend erkannt habt.”
Buddha

Notruf an alle Außerirdischen (SY)

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Gruß Sabine

3 Antworten zu “politische Korrektheit

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  1. Entweder, man verzichtet auf Pippi Langstrumpf oder man kommentiert den Negerkönig und seine Negersprache.

    Pippi Langstrumpfs Papa ist von Beruf Negerkönig. Familienministerin Kristina Schröder findet, dass es sich dabei um keinen ehrbaren Beruf handelt und teilte vor einigen Wochen mit, sie würde beim Vorlesen des Buches „synchron übersetzen“ und stattdessen „Südseekönig“ sagen. Seitdem wird im Feuilleton debattiert. Dabei entstand der Eindruck, die antirassistische Synchronübersetzung sei die Erfindung unserer neuerdings von Menschenliebe für fremdvölkische Kulturen durchdrungenen Ministerin.

    Webseite des Oettinger Verlages: „In allen Neuauflagen und Neuaufnahmen ab 2009 sind die Worte „Neger“ und „Zigeuner“ nicht mehr zu finden. Diese Begriffe entsprechen im deutschen Sprachgebrauch nicht mehr dem heutigen Menschenbild. Sie wurden deshalb entweder gestrichen oder durch neue Formulierungen ersetzt. So wird beispielsweise Pippi Langstrumpfs Papa jetzt als „Südseekönig“ bezeichnet, der die „Taka-Tuka-Sprache“ spricht.“

    Bei der Frage, ob man Kinderbücher zensieren darf, fiel in einer Zeitung der Begriff

    der „politischen Korrektheit“.

    Menschen, die etwas dunklere Haut haben als Skandinavier, nicht Neger zu nennen, sollten nicht dem Bemühen folgen, sich „korrekt“ zu verhalten. Es reicht womöglich einfach, Respekt vor Menschen zu haben. Dann taucht Neger automatisch nicht im Sprachrepertoire auf.

    Üblicherweise werden selten „Neger und Zigeuner“ gefragt, wie sie es finden, dass Millionen Kinder auf der Welt diese Begriffe im Rahmen ihrer Kinderbildung verinnerlichen. Ich besitze aus dem Unrast Verlag folgendes Buch: „Wie Rassismus aus Wörtern spricht“. Darin heißt es: „Fremddefinition ist Fremdbestimmung“. Da die Anzahl farbiger Feuilletonisten und Politiker sehr begrenzt ist, zeigt die Debatte das grundsätzliche Problem, wenn es, egal in welchem Kontext, um Neger, Zigeuner, Kanaken, Fidschi und so weiter geht. Die Weißen benennen Menschen so, wie es ihrem Weltbild entspricht, und die Weißen schaffen es wieder ab, wenn es ihnen nicht mehr in den Kram passt. Es folgt den Regeln der Weißen, nicht den Wünschen der Diskriminierten, denn die wären schon früher für die gesellschaftliche Sensibilität bereit gewesen. Womöglich bereits 1944, als Astrid Lindgren das Wort Neger verwendete, das auch damals lediglich zur Rassentrennung taugte .

    Trotzdem darf man Texte nicht verändern. Ein Südseekönig ist etwas anderes als ein Negerkönig. Worte sind nicht einfach Beschreibungen eines Gegenstandes und damit austauschbar, sondern folgen einem Gedanken, einer Gesinnung. Entweder, man verzichtet auf Pippi Langstrumpf oder man kommentiert den „Negerkönig“ und seine „Negersprache“.

    Was wird als nächstes umgedichtet? Darf man in einer demokratischen Gesellschaft Kindern Geschichten über Prinzessinnen und Könige erzählen? Der Adel wurde mit der Vorstellung begründet, er sei eine von Gott gegebene Gruppe mit exklusivem Blut. Jahrhunderte hindurch wurden Privilegien mit Abstammung begründet. Wir sind uns ja einig, dass Menschengruppen nach Blutstämmen zu unterteilen, rassistisch ist. Aber deshalb die Literatur umschreiben? Die Sachbearbeiterin auf der Erbse? Des Investmentbankers neue Kleider? Mandatsträger Drosselbart?

    Nach dem Willen der EU werden dann auch unsere Klassiker, die Weltliteratur umgeschrieben.
    Es gibt keine europäische Nation und damit auch keine europäische Kultur! Das Ansinnen der EU betrachte ich als hochgradig „faschistisch“

    NEIN, NEIN, NEIN zu dieser EU

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    Gruß Sabine

    • Es regt sich Widerstand gegen diesen Wahn

      Nur seitens der Politik – Fehlazeige – das Gegenteil ist der Fall.
      Wie schon beim Euro, bei GREEN ECONOMY, bei Multi-Kulti allgemein,
      wird die Meinung von Fachleuten, nein mehr, der Volkswillen ignoriert – mit einem Tabu belegt – als nationalistisch / rassistisch, abgetan und als rechtsextremistisch verfolgt.

      Ich will keine Politiker, die gegen die Interessen des Volkes, gegen den gesunden Menschenverstand agieren ???
      Man muss denen notfalls auf die Stirn meißeln: “Sie haben dem Volk zu dienen und nicht umgekehrt.“

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      Allein im Regen

      Berliner Morgenpost 18.01.2013

      Gazellen ohne Freunde
      Es gibt Sätze, Zeilen, Zitate, die vergisst man ein Leben lang nicht. Dazu gehört für mich der Satz: „Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie.“ Im Regen nie! Ein Neger mit Gazelle! Stammt der aus einer besonders schönen Erzählung, als die Welt noch Abenteuer, noch Wildnis war, in Afrika etwa? Dagegen spricht das Präsens, in dem das Verb „zagt“ steht, und das den Satz beschließende „nie“. Es klingt doch eher nach einer Bauernregel oder nach einem Sprichwort. Einer Erfahrung aus „Robinson Crusoe“ oder einer Geschichte in „Brehms Tierleben“, wo eine Gazelle und ein Schwarzafrikaner einander begegneten, und es regnete furchtbar, und beide wollten schon verzagen, da sahen sie einander und trotzten fröhlich dem Regen, obwohl sie keinen Schirm hatten.

      Ich habe an dieser schönen Geschichte einer Freundschaft zwischen Mensch und Tier zum Trotzen gegen die Naturgewalten das Wort „zagen“ gelernt, das ich früher nur in Verbindung mit „zittern“ kannte, nämlich mit „Zittern und Zagen“. Anfangs hielt ich das für zwei Musikinstrumente, da ich aber nie einer Zage begegnet bin, wusste ich eines Tages, es muss das Verb sein. Zittern und zagen. Bei Mozart bin ich dem Verb noch einmal begegnet, wo der Held Belmonte singt: „Nur ein feiger Tropf verzagt.“ Seit der Zeit weiß ich, was ein Tropf ist und warum man daran hängt. Inzwischen weiß ich, dass der Neger mit Gazelle ein Palindrom ist, was Griechisch ist und heißt: „das Zurücklaufende“. Palindrome wie der „Sarg“, der von hinten auch „Gras“ ist, der „Reliefpfeiler“ oder gar die schöne bittersüße Hoffnung: „Die Liebe ist Sieger: Rege ist sie bei Leid.“ Einfacher für olle Römer: Roma – Amor!

      Man kann von Palindromen lernen. Zum Beispiel die Warnung: „Leg in eine so helle Hose nie’n Igel!“ Und ich habe Gourmet-Vorlieben kennengelernt: „Hermine, sie mag Ameisen im Reh.“ Das ist Geschmackssache.

      Nun aber droht meinem Neger mit der Gazelle das endgültige Aus, der Todesstoß durch die politische Korrektheit, jetzt, da es dem „Neger“ und „Mohren“ im „Struwwelpeter“, bei Astrid Lindgren und bei Wilhelm Busch sprachlich an den Kragen geht. Hermine darf weiter Ameisen im Reh mögen, aber die Freundschaft zwischen Neger und Gazelle, ähnlich innig wie die zwischen Hase und Igel und Kind und Kegel, ist dahin. Das anmutige Tier muss alleine dem Regen trotzen, denn der Afroamerikaner oder Afroeuropäer, der Schwarze oder Farbige könnte sie zwar begleiten, aber alle ehemaligen Kolonialbevölkerungen passen in kein Palindrom mehr. Ist das auch gut so?

      Würde man meine Kinder darum bitten, eine Liste der zehn rassistischsten Deutschen aufzustellen, ich wäre auf jeden Fall dabei. Wahrscheinlich sogar auf Platz eins. Ich esse nämlich Negerküsse. Das tun meine Kinder zwar auch, aber sie nennen das Zeug nicht so. Sie sagen Schokoküsse. Und sie halten mir Vorträge über die diskriminierende Dimension des Wortes Neger, das von bösen Sklavenhändlern erfunden wurde, um Schwarze nicht als gleichwertige Menschen erscheinen zu lassen.

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      Der verschwundene Negerkönig

      Berliner Zeitung 18.01.2013

      Würde man meine Kinder darum bitten, eine Liste der zehn rassistischsten Deutschen aufzustellen, ich wäre auf jeden Fall dabei. Wahrscheinlich sogar auf Platz eins. Ich esse nämlich Negerküsse. Das tun meine Kinder zwar auch, aber sie nennen das Zeug nicht so. Sie sagen Schokoküsse. Und sie halten mir Vorträge über die diskriminierende Dimension des Wortes Neger, das von bösen Sklavenhändlern erfunden wurde, um Schwarze nicht als gleichwertige Menschen erscheinen zu lassen.

      Am Anfang war ich ziemlich stolz auf meine Kinder, weil sie so schlau, problembewusst und wunderbar erzürnt waren. Aber irgendwann, das muss ich hier einräumen, begannen mir die ständigen Belehrungen dieser vorlauten Bälger ganz gehörig auf die Nerven zu gehen. Ich meine, ich bin doch kein Rassist, nur weil ich nicht Schokoküsse sagen will. Ich wurde sogar ein bisschen bockig und begann absichtlich und viel öfter, als es vielleicht nötig gewesen wäre, von Negerküssen zu reden. Vor dem Einschlafen erzählte ich den beiden die Geschichte vom kleinen Negerkuss, um kurz darauf das lustige Negerkuss-Lied anzustimmen.

      Ein Menüvorschlag ist keine Weltanschauung
      Ja, ich gebe zu, das ist von meiner Seite eine recht kindliche Trotzreaktion. Aber ich kann nicht anders, wenn ich dazu gedrängt werde, blöde Regeln einzuhalten, die sich irgendwelche überkorrekten Verhaltenswächter ausgedacht haben. Meistens sind es übrigens Verhaltenswächterinnen. Ich bin nämlich auch ganz schön sexistisch, damit das mal klar ist.

      In brandenburgischen Restaurants bestelle ich zuweilen ein Zigeunersteak. Ich tue das ohne abwertende Hinter- oder Vordergedanken den Sinti und Roma gegenüber. Ich mache keinen Unterschied zwischen einem Jägerschnitzel und einem Zigeunersteak. Es ist für mich ein Menüvorschlag, keine Weltanschauung. Das mag damit zusammenhängen, dass ich in einer Zeit aufwuchs, in der man noch nicht so viel über politische Metabotschaften von Speisekarten nachgedacht hat.

      Ich bin empfindlich, wenn es um wirklichen Rassismus geht. Wenn Menschen und nicht Steaks betroffen sind. Ich versuche, auch meine Kinder so zu erziehen. Trotzdem habe ich ihnen „Die kleine Hexe“ und „Pippi Langstrumpf“ unzensiert vorgelesen. Da kommen Begriffe wie Negerkönig und Zigeuner vor.

      Ein unbelehrbarer, sexistischer Vater
      Das heißt, diese Begriffe kamen vor. Die deutschen Kinderbuchverlage sind nämlich gerade dabei, all diese unkorrekten Bezeichnungen aus den Büchern zu verbannen. Pippi Langstrumpfs Vater ist jetzt ein Südseekönig, Jim Knopf hat einen nicht vollständig geklärten Migrationshintergrund, und die kleine Hexe kennt kein einziges Negerlein mehr.

      Als ich klein war, liebte ich das Buch „Der kleine Indianerhäuptling“. Wahrscheinlich wird es das bald auch nicht mehr geben. Oder es wird „Der kleine führende Vertreter der indigenen Völker“ heißen. Ähnlich könnte es den Struwwelpeter-Geschichten gehen. „Der Zappel-Philipp“ ist doch nun wirklich nicht mehr zeitgemäß. Ich schlage vor: „Der Philipp mit dem Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom“. Oder „Schneewittchen und die sieben Kleinwüchsigen“.

      Der Thienemann-Verlag streicht jetzt in vorauseilendem Gehorsam das Wort »Negerlein« aus dem Buch Die kleine Hexe von Otfried Preußler. Mehr als 50 Jahre stand das Wort »Negerlein« in dem Buch. Viele Leser finden die Selbstzensur lächerlich. Eine Flut von Mails füllt seit Tagen die Postfächer des Thienemann-Verlags in Stuttgart. 99 Prozent der Mails seien Beschimpfungen, klagte der Verleger unlängst im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels, ein wahrer Shitstorm habe den Verlag ereilt. Dabei wollte er doch nur politisch korrekt sein.

      Nicht anders war es unlängst bei Pippi Langstrumpf. Der Oetinger-Verlag machte aus Gründen der politischen Korrektheit aus Pippi Langstrumpfs Vater, dem »Negerkönig«, den »Südseeherrscher«. In Mark Twains Büchern wurde 2011 das Wort »Nigger« durch »Sklave« ersetzt. Auch »Rothaut« darf man jetzt nicht mehr sagen. Dabei geht es nicht nur um Karl May. Die Liste mit angeprangerten Büchern ist lang: Auch Das kleine Gespenst, Mary Poppins, Max und Moritz, die Hexe Lilli und Jim Knopf sollen in diesen Tagen wegen »rassistischer Passagen« umgeschrieben werden. Dem Comic-Band Tintin au Congo wurde von einem dunkelhäutigen Zuwanderer sogar noch Schlimmeres angedroht. Der in Belgien lebende Schwarzafrikaner Bienvenu Mbutu Mondondo fordert, das viele Jahrzehnte alte Werk wegen der »Rechtfertigung von Kolonialismus und weißer Überheblichkeit« zu verbieten oder zumindest durch einen unübersehbaren Aufkleber als »rassistisch« zu kennzeichnen. Irgendwann werden wir das sicher machen. Schließlich sind immer mehr Menschen vom Virus der politischen Korrektheit befallen.

      Wie irre wir sind, zeigt uns Dr. Specht in einem Beitrag über die politische Korrektheit, der wohl heute nicht mehr im mit Zwangssteuern finanzierten öffentlich-rechtlichen Propaganda-Staatsfernsehen gesendet werden dürfte.
      Politische Korrektheit ist bei näherer Betrachtung eben nichts anderes als Ersatz für Hexenverfolgung. Klammheimlich weicht die Toleranz der Intoleranz. Und das nennen wir politische Korrektheit. Wer das nicht unterstützen will, der liest Bücher, die garantiert nicht vom Zensor angefasst wurden. Und er informiert sich durch Informationsdienste, die sich nicht darum scheren, ob die Artikel nun politisch korrekt sind oder nicht –Hauptsache, der Inhalt entspricht der Wahrheit. Inmitten der Irren, die vom Virus der politischen Korrektheit befallen sind, wird es immer noch einige Normale geben. Das ist beruhigend. Irre hat es schließlich immer schon gegeben.

      Sprach-Säuberer denken ja immer, man könne mit Worten auch gleich Ideen oder Überzeugungen auslöschen. Meistens passiert aber genau das Gegenteil.

      Ich halte die politische Korrektheit für gefährlicher, als von der Zeit verwehte Worte. Die politische Korrektheit macht uns zu Kleinkindern, denen selbstständiges Denken nicht zuzutrauen ist. Sie macht uns zu Heuchlern, zu verdrucksten Klemmschwestern.

      Ich brauche jetzt erst mal einen Negerkuss.

      Für mich ist jedes Maß an Akzeptanz / Toleranz überschritten!
      Resignieren NEIN nicht mit mir.
      Man wird ja regelrecht dazu gezwungen RECHTS radikal zu werden um unsere Kultur,
      unsere ethischen- und moralischen Werte zu schützen.

      .

      Gruß Sabine

  2. Der EU gewollte IRRSIN nimmt immer groteskere Formen an.

    In den Spitzen deutscher Dax-Konzerne sitzen derzeit nur 15 Frauen. Der Duden will die seltene Spezies der weiblichen Vorstandsmitglieder dennoch mit einem eigenen Namen würdigen. Stellt sich die Frage: Hilft die Vorständin der Gleichstellung tatsächlich auf die Sprünge? Die Sprache ist der Schrift stets voraus, deswegen muss der Duden gelegentlich aktualisiert werden und Worte für die wichtigsten neuen Phänomene aufnehmen.

    Dass Frauen sich diskriminiert fühlen, wenn sie mit maskulinen Wörtern (mit)bezeichnet werden, beruht allein auf der Dummheit des Feminismus. Das sog. Maskulin des Deutschen (und aller verwandten Sprachen) ist aus linguist. Sicht ein Ambigen oder Genus commune (Form für beide Geschlechter). Diskriminiert sind nicht die Frauen, sondern die Männer, für die keine eigene Genusform existiert. Wie kam es dazu?

    In der indogerm. Ursprache gab es anfangs zwei Genera: Ambigen (für alle Personen) und Genus impersonale (für Sachen). Später wurde (wohl in einer matriarchal. Periode) das Feminin als Ehrenform für Frauen erfunden. Männer mussten mit Ambigen bezeichnet werden, das weiterhin gebraucht wurde, wenn man Personen unbestimmten oder beiderlei Geschlechts meinte. Trotz späterer Konfusion (zB Fem. und Ambigen auch für Sachen) blieb dieses System im Prinzip bis ins heutige Deutsch erhalten. Der Sprachfeminismus wäre nie entstanden, hätte die Antike das Ambigen nicht fälschlich Maskulin genannt.

    Diesen feministischen Irrsinn empfinde ich als Terror gegenüber über unserer in Jahrhunderten entstandenen Kultur.
    Was ich vehement ablehne.

    Feministisch-Sexistischer Wahnsin der EU
    https://sabnsn.wordpress.com/2012/11/18/631/comment-page-1/#comment-124

    Dazu kommt ein beispielloser Reglementierungswahn nahezu alle Lebensbereiche betreffend.

    Wie:
    GREEN ECONOMY (und den ganzen darauf beruhenden Wahnsinn wie: E.-10, Energiesparlampe, Emissionshandel etc. bis hin zur Energiewende für die es keine Notwendigkeit gibt.)
    ACTA
    CETA
    INDECT
    Onlineüberwachung
    Vorratsdatenspeicherung
    Und, und, und . . .

    Aber auch solcher Nonsens:
    Wie krumm darf eine Banane sein.
    Wenn eine Gurke, eine Gurke ist.
    Wie laut ein WC-Druckspüler sein darf.
    Dass jedes Land eine Seilbahnverordnung haben muss, auch wenn es gar keine Berge hat.
    Dass zur Ausrüstung eines LKW eine Schneeschaufel gehört, auch wenn er durch die Sahara fährt.

    Ich möchte nicht in einer Gesellschaft leben wo jede individuelle Freiheit, durch Vorschriften beseitigt wird.
    Womöglich auch noch vorgegeben wird, wie ein Seil um meine Titten zu schlingen ist. Einfach, doppelt, dreifach, vierfach – lose oder festgezurrt . . . dass die Titten dann (geil) herunterhängen oder kugelrunde pralle Bälle sind. Oder auch wie schwer Gewichte zu sein haben – die an meinen Titten (Brustwarzen) und / oder an der Fotze, (an den Schamlippen bzw. Kitzeler) angehangen werden. Oder auch, wie weit die Fotze mir zu weiten ist, Ringe in die Scheide eingesetz werden (Dm 10cm), dass meine Fotze permanent, dementsprechend weit geöffnet ist.
    Ich will nicht dass in Brüssel entschieden wird wann ich . . .



    Political correktness

    .

    Gruß Sabine

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