12 Minuten bis zum Untergang . . .   1 comment


Nur mal so nebenbei bemerkt, hat sich schon mal jemand Gedanken darüber gemacht wie abhängig wir von Elektrischen Strom sind?

Es ist ja nicht nur das Licht dass wir im Dunkeln anknipsen. Alle Haushaltsgeräte, Kühlschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner, Geschirrspüler, Elektroherd, Mikrowelle, Mixer . . . Dazu unsere Hi-Fi Anlage, Fernseher, Computer. Auch das Telefon, ob Handy oder Festnetz gehen nicht ohne Strom.

Fließend Wasser aus der Wand, sehen wir als selbstverständlich an. Aber auch das gibt es nicht ohne Strom. Ohne Pumpen geht das nicht. Sowohl zum fördern als auch zum verteilen. Und wo kein Wasser kommt, geht auch kein WC. . . .
Pumpen brauchen Strom. So dass auch die Volks-Hygiene in Mitleidenschaft gezogen wird. Mit allen negativen Folgen bis in zu Epidemien.

Wie auch unsere Fernwärmenetze in den Städten.
Kaum eine Wohnung hat heute noch Ofenheizung. Und ohne Strom gibt’s dann auch keine Wärme. Blockheizwerke, Wärmepumpen, auch in Einfamilienhäusern, nichts geht ohne Strom. Und da wir nicht einmal mehr konventionell heizen können, werden viele Menschen erfieren.

Ohne Strom geht kein Fahrstuhl, keine Klingel, keine Alarmanlage

Ohne Strom kommt auch das öffentliche Leben zum erliegen.
In Supermärkten, in Warenhäusern funktionieren keine Registrierkassen mehr. Geldautomaten gehen nicht ohne Strom. Der Verkehr kommt nahezu vollständig zum Erliegen. Straßenbahnen, U-Bahn, S-Bahn einschließlich Fernzüge – nichts fährt dann mehr.
Benzin und Diesel scheiden aus, da Tankstellen ebenfalls Strom benötigen um den Kraftstoff abzugeben. Krankenhäuser ohne Strom – undenkbar. Bestenfalls eine zeitlich begrenzte Notversorgung wäre möglich. Da dann aber auch Wärme und Wasser fehlen . . . . ich male mir das lieber nicht aus.

Grußküchen Restaurants müssen ohne Strom ihre Versorgung einstellen.
In Kühlhäusern verkommt die Ware
99 % aller Betriebe können ohne Strom nicht arbeiten.
Die Versorgung der Bevölkerung mit den Lebensnotwendigsten kann nicht mehr gewährleistet werden. Sowohl durch Produktionsausfall als auch fehlender Transportmöglichkeiten.

Auch die Endsorgung bricht zusammen. Müllabfur, Abwasserbehandlung etc.

Die Auswirkungen eines landesweiten, totalen Stromausfalls wären heute verheerender als nach einem verlorenen Krieg. Da die Menschen in vielen Fällen nicht einmal mehr improfisieren können wie noch 1945.

Und dazu kommt dann das, was die ÖKO-Mafia, quer durch alle Parteien, Energiewende nennt.
Deutschland hatte einmal die sicherste Energieversorgung Europas wenn nicht sogar der Welt.
Und das zu einem Zeitpunkt, (vor 20 bis 30 Jahren), wo der Stromverbrauch insgesamt um ein Vielfaches höher war. Dieser Verbrauch ist durch stromsparende Technologien sowohl bei der Industrie als auch den Haushalten nahezu halbiert worden.

Für mich vollkommen unverständlich wird heute argumentiert, dass die Versorgung gefährdet sei und das man neue Stromtrassen braucht und
. . .
Da stimmt doch irgend etwas nicht. Man hätte doch nur alles beim Alten belassen brauchen und wir hätten Strom im Überfluss. Denn zu einer Energiewende gab und gibt es keine Notwendigkeit.
Der Öko-Mafia konnte nichts besseres als Fuku-Shima passieren.
Und seit dem haben wir strahlende Grüne und ein selten dämliches Volk.
Das die Energiewende nichts mit Umwelt- und Klimaschutz zu tun hat ist hinreichend beweisen und soll nicht Thema dieses Beitrages sein.
Das was man da Energiewende nennt ist nichts anderes als ein gigantisches Umverteilungsprogramm des Volksvermögens von unten nach oben. Wir haben heute schon den teuersten Strom der Welt
(für die Bevölkerung) und der soll nach dem Willen der Regierung noch teurer werden.

Zurück zur Versorgungssicherheit:

Deutschland verfügte einst über das versorgungssicherste Energienetz der Welt.
Sowohl mit ausreichenden Sromerzeugungskapazitäten als auch dessen Verteilungsnetz.
All das wurde im Zuge der Energiewende zu Gunsten einer neuen Mafia zerstört.
Inzwischen hat Deutschland den teuersten Strom der Welt – und er wird noch teurer – und bezahlen soll das der Bürger, nicht die Großverbraucher.
Die deutsche Energieversorgung ist so gefährdet wie noch nie in dessen Geschichte.
Sowohl der Strombereitstellung (ständige Verfügbarkeit) dessen Verteilung, und dessen Verwundbarkeit gegenüber feindseligen Maßnamen.

Auch wenn ich mich jetzt wiederhole:
Stromerzeugung außerhalb der eigenen Landesgrenzen beinhalten ein gewaltiges strategisches Risiko.
Egal ob nun Offshore-Windkraftanlagen – Windparks im offenen Meer bzw. Wasserkraft aus Skandinavien oder Solarstrom aus der Sahara.
In Krisensituationen könnte man das ganze Land mit einem Schlag lahm legen. Man müsste nur die Energietrassen kappen oder die Energieerzeugung außerhalb der Landesgrenzen zerstören. Zumal diese nicht durch eigene Kräfte gesichert werden können.

Leute die diesen IRRSINN verteidigen kann man nur als IRRE bezeichnen.

Wenn etwas unverantwortlich war oder ist, ist es die Energiewende der Bundesrepublik, zu der es keine Notwendigkeit gab und gibt.
Die nichts anderes ist als ein gigantisches Umverteilungsprogramm des Volksvermögens von unten nach oben!

Eine neue Lobby verdient sich dumm und dämlich, auf Kosten aller Deutschen.
Eigentlich müsste Strom doch billiger werden wenn keine Rohstoffkosten anfallen. Sonne und Wind sind zum NULLTARIF vorhanden. Die Realität sieht anders aus. Deutschland hat mit der Energiewende den teuersten Strom der Welt – und der soll noch teurer werden. Wo ihn schon jetzt viele Haushalte nicht mehr bezahlen können und ihnen der Strom abgeschaltet wird. Die ständige Verfügbarkeit von Strom sollte ein Menschenrecht sein, wie auch Luft und Wasser.

Zurück in die Steinzeit lautet die Devise. In einer emissionsfreien Welt. Wozu man sich der Klimalüge bedient . . . . Nicht Milliarden, Billionen erhofft man damit zu verdienen. Durch einen schizophrenen Emissionshandel = Ablasshandel.

Wir vernichten nicht nur die Zukunft unserer Kinder. Sondern entziehen uns selbst unserer Existenzgrundlage.

Alle mittel die in den Ausbau der sogenannten “Erneuerbaren“ gesteckt werden, wären sinnvoller angelegt Kernkraftwerke gegen jeden Störfall sicher zu machen.

Windmühlen bis zum Horizont ist eine noch nie dagewesene Landschaftszerstörung die einfach so hingenommen wird.
Während man mir vorschreibt welche Fensterladen ich an meinem Haus haben darf damit das in die Landschaft passt. Schizophrener geht das doch nicht mehr.
Aber nicht nur an Land, Windparks im Meer zerstören ganze Ökosysteme auf dem Meeresgrund. Was EIN Grund für das Robbensterben ist, die verhungern einfach. Darüber wird nie gesprochen.

Darüber hinaus sind Windparks im Meer außerhalb der Landesgrenzen auch strategisch bedenklich da sie kaum geschützt werden können. Im Konfliktfall braucht man nur die Windparks zu zerstören was Nuklear kein Problem ist, und schon gehen in weiten Teilen das Landes die Lichter aus.
Zu den Folgen eines Flächendeckenden Stromausfalls gibt es gute Dokumentationen.
Was geschieht nach:
24 Stunden, nach 48 Stunden
was nach einer Woche
nach einem Monat. . .
Weiter braucht man nicht zu gehen. Nichts geht dann mehr. Zurück in die Steinzeit.

4 Wochen totaler Stromausfall hätten für ein Land katastrophalere Auswirkungen als es durch den 2. Weltkrieg der Fall war.

Green Econnomy und die daraus Resultierenden Vorschriften zur Reduzierung von:
Emissionen, Feinstaub sowie zur Wärmedämmung und die darauf fußenden Anwendungsvorschriften / Bauvorschriften verschärfen das Problem zusätzlich.

Konventionelle Ofenheizungen sind danach im Wohnungsbau verboten. Was bei einem landesweiten totalen Stromausfall verheerende Auswirkungen zur Folge hat.
Die Menschen können weder Speisen zubereiten / kochen, noch sich wärmen.

Am Ende des 2. Weltkrieges als das Energienetz ebenfalls zerstört war, hab die Bürger zum überleben Bäume in den Parks abgeholzt um Brennmaterial zu haben. In den ersten Nachkriegsjahren Kartoffeln und Rüben in den Parks angebaut um etwas zum Essen zu haben, da die Versorgung zusammengebrochen war.

Selbst diese Improvisation zum Überleben sind auf Grund von Green Economy nicht mehr möglich. Da die Menschen keine Möglichkeit mehr haben sich Feuer zu machen um sich zu wärmen und zum kochen.
Dafür haben sie saubere Luft – frei von CO2 Emissionen und Feinstaub.

Heute gültige Bauvorschriften müssten unbedingt dahingehend geändert werden, dass pro Wohnung mindestens 1 Raum konventionell beheizbar sein muss.

Notstromaggregate egal wo vorhanden, Krankenhäuser, öffentliche Gebäude oder in der Industrie, sind nur so lange nutzbar bis deren Kraftstoffvorrat aufgebraucht ist. Ein Nachtanken ist dann auf Grund fehlender Transportkapazitäten von der Raffinerie zum Verbraucher ausgeschlossen. Zudem kann eine Raffinerie ohne Strom auch nicht arbeiten.
So dass ohne Strom auch das gesamte Ersatzenergiesystem (Diesel, Propangas etc.) zusammenbricht. Auch Erdgas wenn es in Speichern noch vorhanden ist wird kaum nutzbar sein, da der Strom für die Regelung in den Heizzentralen, sowie für die Brennergebläse an den Heizkesseln fehlt.
Darüber hinaus sind aus Sicherheitsgründen alle Absperrarmaturen an Gasleitungen im “stromlosen Zustand“ geschlossen. Es gibt also kein Gas.

Zu all dem kommt noch ein unberechenbarer sozialer Aspekt, der in Gewalttätigkeit mündet. Plünderungen bis hin zu schwerer Kriminalität werden die Folge sein.

Blackout – ohne Strom und die Folgen (YXY)


https://www.4shared.com/video/W1OaXyt-ca/BLACKOUT-_ohne_Strom_und_die_F.html
https://www.4shared.com/web/embed/file/W1OaXyt-ca

 

Zwölf Minuten bis zum Stromausfall: Wie die Bundesregierung mit dem Leben der Bürger spielt

Ganze zwölf Minuten Vorwarnzeit gibt das Anfang Februar 2017 geänderte Energiewirtschaftsgesetz den lokalen Stromversorgern, um auf Anforderung „von oben“ ganze Stadtteile vom Stromnetz abzuklemmen. Eine Priorisierung darf nicht stattfinden, ebenso wenig ist ein Schadensersatzanspruch der Betroffenen möglich. Grund: Flatterstromeinspeisung kann das Netz zum Tanzen bringen, damit es nicht ganz kollabiert, werden eben Teile geopfert. Schöne neue Energiewendewelt.

Zwölf Minuten bleiben bis zum Stromausfall. So titelt die Wetzlarer Zeitung über ein kaum thematisiertes Megaproblem für das ganze Land, das durch die Energiewende erst geschaffen wurde und welches zuvor hierzulande fast völlig unbekannt war,. Es ist das Problem der unmittelbaren Gefahr des totalen Stromausfalles -neudeutsch Blackout genannt- welcher wegen unerwartetem Lieferausfall oder ebenso unerwartetem Überangebot aus unstabilen, nicht steuerbaren Stromerzeugern aus Wind und Sonne entsteht. Dabei führt diese Überschrift den Leser in die Irre. Denn „Ausfall“ bedeutet etwas zufälliges, von höheren, nicht beeinflussbaren Ereignissen bestimmt. Das ist aber hiermit nicht gemeint. Denn dieser „Ausfall“ ist die zwingende Konsequenz planvollen Handelns. Und sollte deshalb –„Zwölf Minuten bleiben bis zur Stromsperre“ heißen.

Denn die notwendige Abschaltung ganzer Bezirke – im Techniksprech „Lastabwurf“ genannt- ist die zwingende Konsequenz, wenn man verhindern will, dass in Folge der Energiewende in Minutenbruchteilen das ganze Land nicht nur im Dunkeln liegt, sondern überhaupt keinen Strom mehr hat.

Um das zu möglichst verhindern, hat der Bundestag Anfang Februar 2017 fast unbemerkt und daher ohne jeden Aufruhr seitens der Medien, wieder mal das Energiewirtschaftsgesetz novelliert.

Es wurde dabei, die zuvor vom VDE vorgeschlagene, „Kaskadierung“ in geltendes Recht umgesetzt, was bedeutet, dass, bedingt durch Störungen, die durch die Flatterstromerzeugung entstehen, und nicht mehr ausgeregelt werden können, Teile des Stromnetzes zwanghaft und in Kaskaden (also von klein- auf mittel- bis großräumig) vom Netz genommen, also abgeschaltet werden müssen. Die Vorwarnzeit für die lokalen Stromversorger beträgt extrem kurze nur 12 Minuten, dann muss er handeln und Vollzug melden. Was das bedeutet . . .

Und weiter lesen wir:

„Mit dem Abschalten einzelner Großkunden sei es bei acht Megawatt nicht mehr getan, sagte Stein, dann müssten komplette Stadtteile für mehrere Stunden vom Netz genommen werden. An eine Vorwarnung der betroffenen Kunden sei in der Kürze der Zeit nicht zu denken. Die Abschaltung komme so einer Netzstörung gleich.

Dem Energiewirtschaftsgesetz zufolge sind alle Kunden gleich, die Abschaltungen müssen „diskriminierungsfrei“ erfolgen. Sensible Kunden gibt es nicht, wenn abgeschaltet wird, kann es auch Krankenhäuser, Feuerwehr oder Polizei treffen. , Nicht nur ihnen, auch Industrieunternehmen, Arztpraxen, Gewerbe und stark von Strom abhängigen . Haushaltskunden empfiehlt, der Enwag-Chef, Vorkehrungen für die Bewältigung ,des Stromausfalls zu treffen. Denn Schadensersatzansprüche schließe das Gesetz , aus., Alle Kosten, ganz gleich welcher Höhe, bleiben am Verbraucher hängen.“

Weil das Eingestehen von Fehlern in der Moral der Politiker nicht vorkommt, weil also niemand eingesteht, dass die Energiewende ein Riesenfehler war und ist, müssen die Verbraucher wieder mal die Zeche zahlen. Und wie das so ist, wenn man Brände mit Brandbeschleunigern bekämpft, wird der angerichtete Schaden immer größer.

Diesmal nicht nur am Geldbeutel sondern buchstäblich an Leib und Leben. Denn das ist die unmittelbare Folge des Lastabwurfes – zigtausende von Menschen, insbesondere die, die unserer Zuwendung besonders bedürftig sind, die Alten, die Schwachen, die Armen, die Kranken, die Babys, die Kinder, werden mit und dank dieser Politik an Leib und Leben bedroht.

Nur die wenigsten wissen, dass Krankenhäuser nur für die Intensivstationen Notstromversorgung vorhalten, und die auch nur für max. 24 Stunden. Oder, wie unlängst geschehen, eine Feuerwehr nicht ausrücken konnte, weil das elektrisch betriebene Tor sich nicht öffnen ließ. Es muss wohl erst eine weitere Grenfell- Tragödie – von der es hierzulande bereits einige gab (Berichte darüber z.B. hier und hier) – geschehen, bevor den Menschen die Augen aufgehen. Doch dann ist die Wahl vorbei und die Verderber sind wieder gewählt und machen ungerührt weiter.


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glG Sabine

Veröffentlicht 21. Juli 2017 von sabnsn in Politik

Getaggt mit , , , ,

Eine Antwort zu “12 Minuten bis zum Untergang . . .

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  1. Wie kritisch die Situation ist, haben wir im letzten Winter gesehen:


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    Im Januar fielen Ökostromanlagen in Deutschland wochenlang als Energielieferanten fast komplett aus.

    • Verantwortlich war eine sogenannte Dunkelflaute. Ein Hochdruckgebiet sorgt für Windstille und Nebel.

    • Während zugleich der Strombedarf in Deutschland stark ansteigt, auch weil es so kalt ist.

    In wenigen Monaten ist es wieder soweit: Am Pfingstsonntag werden erneuerbare Energien aus Wind- und Solarkraft wohl über Stunden hinweg fast den gesamten deutschen Strombedarf decken können. Energiewendeprotagonisten und Grünen-Politiker werden dann wie stets in dieser Jahreszeit die Erfolge der Ökostromrevolution preisen – und die schnellstmögliche Abschaltung aller Kohlekraftwerke fordern.

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    In den langen, dunklen Wintermonaten allerdings schweigen die Lobbyisten der erneuerbaren Energien lieber. Aus gutem Grund, wie ein Blick auf die Erzeugungsdaten der zurückliegenden Wochen zeigt. Im Januar fielen die deutschen Ökostromanlagen wochenlang als Energielieferanten fast völlig aus.

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    In der ersten Januarwoche und dann wieder von der Monatsmitte an stellten rund 26.000 Windkraftanlagen und mehr als 1,2 Millionen Solaranlagen ihre Arbeit für lange Zeit ein. Verantwortlich war eine sogenannte Dunkelflaute: Ein für diese Jahreszeit typisches Hochdruckgebiet sorgte für zehntägige Windstille und Nebel – während zugleich der Strombedarf in Deutschland stark anstieg, weil es ziemlich kalt war.

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    90 Prozent aus verpönten Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken

    Als zum Beispiel am Dienstag, dem 24. Januar, elektrisch betriebene Züge, U-Bahnen und Fahrstühle die Menschen an den Arbeitsplatz brachten und die Fabriken ihre Arbeit aufnahmen, stieg Deutschlands Stromverbrauch rasch auf 83 Gigawatt. Die Windkraft an Land lieferte jedoch fast über den ganzen Tag hinweg weniger als einen Gigawatt. In der Mittagszeit halfen ein paar Solaranlagen, die gesamte Ökostromproduktion kurz mal auf drei Gigawatt zu hieven. Doch selbst das war nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

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    An jenem 24. Januar deckten die verpönten Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke mehr als 90 Prozent des deutschen Strombedarfs. An fast allen anderen Tagen zwischen dem 16. und dem 26. Januar war es sehr ähnlich. Stromspeicher, die eine so lange Zeitspanne überbrücken könnten, sind nicht einmal ansatzweise in Sicht. Die Last der Versorgung ruhte damit vor allem stark auf Atom- und Kohlekraftwerken, die Umwelt- und Klimaschützer eigentlich schon in wenigen Jahren komplett loswerden wollen.

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    „Der Januar hat deutlich gezeigt: Wir brauchen weiterhin flexible konventionelle Kraftwerke, um die stark schwankende Stromeinspeisung aus Wind und Fotovoltaik jederzeit ausgleichen zu können“, warnt Stefan Kapferer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Die Stromnachfrage muss bei jeder Wetterlage gedeckt und das Stromnetz stabil gehalten werden“, sagt Kapferer, zu dessen Verband auch eine Reihe großer Ökostrom-Produzenten gehört.

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    Kraftwerkskapazität schmilzt damit weg wie Butter in der Sonne

    Dem BDEW-Chef bereitet Sorge, dass die ganz offensichtlich unverzichtbaren konventionellen Kraftwerke derzeit mit hoher Geschwindigkeit vom Markt verschwinden. In den vergangenen fünf Jahren wurden insgesamt 82 konventionelle Stromerzeuger mit einer Leistung von mehr als zwölf Gigawatt zur Stilllegung angemeldet, weil sich ihr Betrieb im Marktumfeld der Energiewende nicht mehr rechnet.

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    Und das Kraftwerkesterben geht weiter. Gerade erst hat die Bundesregierung die Emissionsgrenzwerte für konventionelle Kraftwerke verschärft. In der Ungewissheit, ob sie mit ihren Anlagen je wieder Geld verdienen können, rüsten viele Betreiber ihre Anlagen dafür aber nicht mehr nach – sie legen sie lieber gleich still.

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    Zudem hatte die Bundesregierung eben erst mit der Braunkohleindustrie vereinbart, in den kommenden fünf Jahren schrittweise 13 Prozent der deutschen Braunkohlekraftwerke in eine sogenannte Sicherheitsbereitschaft zu überführen – um sie dann in einigen Jahren ganz auszumustern.

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    Der Atomausstieg geht natürlich auch weiter: Ende dieses Jahres wird das Kernkraftwerk Gundremmingen B vom Netz gehen. Mit einer Nettoleistung von 1,2 Gigawatt war Gundremmingen B bislang eine der Stützen der süddeutschen Stromversorgung.

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    Die konventionelle Kraftwerkskapazität in Deutschland schmilzt damit weg wie Butter in der Sonne. „Aktuell führen die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dazu, dass etliche konventionelle Kraftwerke zur Stilllegung angemeldet werden oder vom Netz gehen“, fasst BDEW-Chef Kapferer die Lage zusammen: „Investitionen in den Kraftwerksneubau sind bereits zum Erliegen gekommen.“

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    „Letztlich waren alle Reservekraftwerke in Bereitschaft“

    Der Mangel an steuerbaren Kraftwerken setzte Stromnetzbetreiber während der Dunkelflaute im Januar bereits unter starken Stress. „Fast in allen umliegenden europäischen Ländern war die Last außerordentlich hoch und die Erzeugungssituation angespannt“, heißt es beim süddeutschen Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW über die Situation in den vergangenen Wochen: „Letztlich waren alle Reservekraftwerke mehrere Tage in Bereitschaft.“

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    Der Einsatz von „Redispatch“, also kostenträchtigen Eingriffen des Netzbetreibers in den Kraftwerksbetrieb, sei in dieser Zeit „sehr hoch“ gewesen, teilt TransnetBW weiter mit. „Alle verfügbaren Reservekraftwerke in Deutschland und Österreich wurden auf unseren Anlass hin angefahren. Für die schnellstartfähigen Anlagen wurde die Bereitschaft angewiesen. Zusätzlich wurden Reserven aus Italien angefordert.“

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    Dass aber ausländische Reservekraftwerke Deutschland auch in Zukunft dabei helfen, eine Dunkelflaute zu überstehen, ist nicht garantiert. Die alternden französischen Atomkraftwerke zum Beispiel sind längst keine sichere Bank mehr. Gerade jetzt stehen viele der Anlagen wegen Sicherheitsüberprüfungen still, was die Wirkungen der Dunkelflaute im Januar noch verstärkte. Frankreich, früher meist Exporteur von Elektrizität, musste plötzlich selber importieren.

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    Beim Branchenverband BDEW fragt man sich angesichts dieser Entwicklung, woher in Zukunft noch der Strom kommen soll, wenn es mit den deutschen Kraftwerksstilllegungen in diesem Tempo weitergeht.

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    Strombedarf wird noch weiter steigen

    Immerhin hat die Bundesregierung ja gerade auch eine „neue Phase“ der Energiewende ausgerufen: Im Rahmen der sogenannten Sektorkopplung soll jetzt auch der Straßenverkehr und die Heizwärme auf Strombetrieb umgestellt werden. Der deutsche Strombedarf wird sich also noch mal deutlich erhöhen.

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    Die Architekten der Energiewende im Bundeswirtschaftsministerium sehen keinen Handlungsbedarf: Der zuständige Staatssekretär Rainer Baake erwartet, dass das Wegbrechen der konventionellen Kraftwerke zu steigenden Strompreisen führt. Und damit werde es bald wieder genug Anreize geben, in neue Kraftwerke zu investieren. Der Markt werde das Problem von allein lösen.

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    Beim BDEW hält man das für eine Hoffnung fern der Realität: „Die wenigen und nur sporadisch auftretenden Preisspitzen an der Börse reichen nicht aus, um die Kosten für den Betrieb des Kraftwerksparks zu decken, geschweige denn Neuinvestitionen anzureizen“, glaubt Verbandschef Kapferer, der früher selbst Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium war.

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    „Die Bundesregierung sieht selbst, dass das jetzige Marktsystem nicht ausreicht, um Versorgungssicherheit zu garantieren“, stellt Kapferer fest: „Ansonsten würde sie nicht verschiedene Kraftwerksreserven im Markt halten und neue einführen.“

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    Die Bereitstellung von „Blindleistung“

    Dieses Sicherheitsnetz komme Deutschland aber teuer zu stehen, da die Reservekraftwerke dauerhaft zu ihren Vollkosten vergütet werden müssten: „Das kann Auswirkungen auf Netzentgelte und Strompreise haben“, warnt der BDEW-Chef: „Anstatt auf diesem starren System zu beharren, sollte die Politik ein marktbasiertes System wählen, das flexibel genug ist, um die fluktuierende Stromproduktion aus Erneuerbaren jederzeit abzusichern.“

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    Konkret schlägt der BDEW zum Beispiel vor, die konventionellen Kraftwerke auch für ihre „Systemdienstleistungen“ zu bezahlen, die sie bislang unentgeltlich zur Stabilisierung des Stromnetzes erbringen. Dazu gehört etwa die Bereitstellung von „Blindleistung“ für das Stromnetz oder ein Entgelt für die Flexibilität, mit der die Anlagen je nach Ökostromaufkommen herauf- und heruntergefahren werden.

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    „Die Kraftwerke stellen derzeit Beiträge zur Netzstabilisierung zur Verfügung, die nicht vergütet werden“, sagt Verbandschef Kapferer fest: „Diese müssen im Strommarkt der Zukunft einen Wert erhalten.“

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    glG. Sabine

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