Wo die Reise hingeht   2 comments

eingestellt von Babette

1984 – George Orwell (YXY)


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glG Babette

Veröffentlicht 22. Februar 2020 von sabnsn in Deutschland, Politik

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2 Antworten zu “Wo die Reise hingeht

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  1. Die pädagogischen Konzepte ganzer Kulturkreise offenbaren die jeweilige Einstellung zum Leben.

    In den heroischen Zeiten der Nationalstaaten war bzw. gehört die Orientierung des zu erziehenden Nachwuchses auf den Schutz und den Erhalt des Gemeinwesens!

    Da wird der Staat, um den es geht, als zentraler Wert vermittelt und das Glück des Individuums mit dem Großen und Ganzen als Identität gesehen.

    Beim Blick aus unserer, d.h. der zentraleuropäischen und dort besonders der deutschen Perspektive gilt diese Auffassung als längst überholt und veraltet, obwohl die zentralen Mächte dieser Welt noch so funktionieren. Nicht nur China und Russland, sondern auch die USA sind so konzipiert. In China ist es der Sozialismus, in Russland das Mütterchen Russland und in den USA die amerikanische Verfassung, auf die sich die Intention der kollektiven Pädagogik ausrichten. Es geht um die Identität von Individuum und Nation.

    Die Bemühungen, über die Erziehungsinstitutionen einen Sinn zu vermitteln, der sich aus einem Heroismus speist, ist bemerkenswert. Denn in der Tat hört sich das, was als deutsches Erziehungsideal in diesem Kontext andeutet als etwas ganz andres an. Ob es besser ist, sei dahingestellt.
    Selbst im benachbarten Frankreich, wo die Revolution für die individuelle Freiheit die gewaltigsten Feste feierte, existieren noch Verweise auf die Grande Nation, der die Jugend des Landes verpflichtet ist. Insofern scheint die Bundesrepublik Deutschland das synthetisch reine Produkt des Post-Heroismus zu sein.

    Um Missverständnissen vorzubeugen, es geht um die großen Tendenzen, nicht um Nuancen. Selbst bei der Beschreibung des Individuums, in den gedachten großen pädagogischen Konzepten, existieren je nach Kulturkreis Unterschiede. Während noch in der Verfassung (!) der USA nicht nur von dem Recht, sondern von der Pflicht des Individuums auf der Jagd nach dem Glück die Rede ist, ist in Deutschland nur von Rechten die Rede.

    Rechte wiederum werden in Anspruch genommen oder auch nicht. Die Paradoxie, auf man im Falle Deutschlands stößt, ist einerseits die überproportionale Existenz des Individuums gegenüber dem Gemeinwesen (Minderheitenschutz) und andererseits ein Vakuum, weil die individuelle Sphäre gar nicht in dem außergewöhnlichen Maße in Anspruch genommen wird.

    Ursache mag ein langer, aus Trägheit akzeptierter Prozess der systematischen Entmündigung sein. Statt des Kraft strotzenden Individuums steht dort eine Bürokratie, die beansprucht, als Agentur des Individuums das Glück für alle an Land zu ziehen.




    .

    Der Individualismus hierzulande scheint zu einer bloßen Phrase verkommen, weil die Akteure dazu fehlen. Grundlage eines agierenden Individuums sind Können und Erfolg, denn der Erfolg ist die Mutter der Motivation, die ihrerseits den Prozess der wachsenden Befähigung auslöst.

    Die Pädagogik dieses Landes ist jedoch weder auf die Tat des Einzelnen noch auf dessen Erfolg ausgerichtet, sondern sie entstammt nahezu komplett aus Ansätzen der therapeutischen Behandlung. Man senkt z. B. um Immigranten / Muslime nicht zu diskriminieren, das Bildungsniveau für alle ab.

    Alles, was als pathologisches Resultat der Entmündigung zu erwarten ist, säumt die Alleen der pädagogischen Weisheit. Es sind Forderungen nach Zu- Und Hinwendung, nach Wertschätzung und Achtsamkeit, die allesamt im therapeutischen Rahmen ihren Sinn haben, aber für das Individuum, um nicht zu sagen das historische Subjekt , das Volk insgesamt, schwerwiegende negative Folgen haben.

    Neben verordnetem “Schönsprech“ um jegliche Diskriminierungen auszuschließen, verliert die Sprache ihren Sinn. Die Menschen können sich nicht mehr verständigen – ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck bringen.
    Wenn man einem Individuum nicht mehr sagen kann oder darf was man von ihm hält, ist man gezwungen im das auf eine andere Art zu verstehen zu geben. Es führt unweigerlich zur Verrohung der Gesellschaft. An Stelle mittels Sprache, ist Gewalt dann die einzige Möglichkeit seinen Standpunkt zu vertreten.

    Und offene Zensur tut ihr Übriges.
    Freie Meinungsäußerung ist nur noch erwünscht, wenn diese sich mit der Staatlichen Meinung deckt. Es ist nur noch ein kleiner Schritt bis abweichende Meinungen grundsätzlich verboten sind. In keinem zivilisierten Land der Welt wird die individuelle freie Meinungsäußerung so eingeschränkt wie in Deutschland. Was im Widerspruch zur erklärten Freiheit des einzelnen Individuums steht. Was in Wirklichkeit aber nur für auserwählte Minderheiten gilt. Man muss in diesem Land bekloppt (behindert), Homo, Trans, Jude oder Moslem sein, um eine Lobby zu haben.


    Krieg ist Frieden! Freiheit ist Sklaverei! Unwissenheit ist Stärke!“

    Was haben die im Grundgesetz verbürgten Rechte mit der Wirklichkeit zu tun?
    Art. 3.3 „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Rasse, seines Glaubens […] bevorzugt oder benachteiligt werden. – Warum steht da nicht ‚wegen seines Geldes‘? Beim Milliardär sitzen drei Spitzenanwälte, beim Sozialhilfeempfänger ein Pflichtverteidiger.“
    Welche realen Rechte hat beispielsweise ein Hartz IV-Empfänger oder ein prekär Beschäftigter, der drei Jobs braucht, um über die Runden zukommen?
    Die Freiheit der Wahl zwischen „Bauer sucht Frau“ und „Dschungelcamp“ vielleicht? Bei Prostitution /Sex in allen Nuancen , hört dagegen die individuelle Freiheit schon wieder auf. – Ich will aber nich bevormundet / entmündigt werden!
    Und GEZ-Gebühren zu bezahlen ist eine heilige Pflicht, die nicht ungestraft verweigert werden darf. Das muss nicht im Grundgesetz stehen. Wozu gibt es die staatliche Gewalt? Es ist alles eine einzige Schaumschlägerei.

    Ja, füher gab es noch so etwas wie Stolz auf die Heimat. Heute ist jeder ein Nazi, der so etwas ausdrückt. Heute gibt es nur noch den Staat. Den angeblich demokratischen Staat, der der Orwellschen Vision immer näher rückt. Noch mehr – EURABIA wird zur Realität – indem die Deutschen zur Minderheit im eigenen Land gemacht werden!

    „Erfolg ist nicht die Mutter der Motivation, sondern die Aussicht auf Erfolg.“ Ich könnte das ja ganz allgemein beantworten oder mich selbst fragen, was mich mehr als alles andere motiviert. Für mich ist es die individuelle Freiheit, alles untersuchen zu können, was mich fasziniert, alles in Frage stellen zu können und einfach kreativ sein zu können. Der Erfolg ist dabei ziemlich nebensächlich. Da muss ich nur an dieses Zitat aus „Alexis Sorbas“ denken:

    „Heh, Boss! Hast du jemals erlebt, dass etwas so bildschön zusammen kracht?“

    Die Vorstellung von einem Erfolg orientiert sich halt gern an einem Bild, das aus der Vergangenheit kommt, vom Tellerwäscher zum Millionär z.B. – und dann ist er Millionär und dann? Wie sagt Tucholsky in seinem Gedicht „danach“:

    Es wird nach einem happy end
    im Film jewöhnlich abjeblendt.
    Man sieht bloß noch in ihre Lippen
    den Helden seinen Schnurrbart stippen —
    da hat sie nu den Schentelmen.
    Na, un denn –?

    Dieses „Na, un denn –?“ ist die eigentlich interessante Frage für mich – auch und besonders beim Thema Motivation. Für mich liegt jede Motivation in der Lebendigkeit dieses Augenblicks und nicht in irgendwelchen Zukunftsvisionen, die, wenn sie sich irgendwann erfüllt haben sollten, nur zu dieser Frage „na, un denn –?“ führen.


    das HEUTE von MORGEN hat schon begonnen . . .


    https://sabnsn.wordpress.com/2016/10/26/das-heute-von-morgen-hat-schon-begonnen/

    .

    .


    glG. Sabine

    Gefällt 2 Personen

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