Mein Tod gehört mir (Neu)   1 comment

Die Gesetze zur Suizidhilfe, die der Bundestag 2015 behandelt hat, schränken das Recht auf Selbstbestimmung ein und gehen am Willen der Mehrheitsbevölkerung vorbei.

Der Vizepräsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Erwin Kress, hat darauf hingewiesen. „Drei Viertel der Bevölkerung wollen am Ende ihres Lebens kompetente Hilfe finden können, falls sie ihr Leben freiwillig beenden möchten.
Die Politik reagiert darauf mit staatlicher Regulierungswut. Selbstbestimmung und das Recht auf freie Entscheidung werden von übereifrigem Lebensschutz und aufgezwungener Fürsorge erdrückt“.

„Der Entwurf geht so weit, dass sogar deutsche Helfer für eine Freitodbegleitung in der Schweiz bestraft werden können.

Zudem werden mit diesem Gesetz Palliativ- oder Hausärzte, die schwerkranken und hochbetagten Patienten auf deren reiflich überlegten Wunsch hin Sterbe- oder Suizidhilfe leisten, mit Gefängnisstrafe bedroht, wenn sie dies mehr als einmal tun.

„Das Selbstbestimmungsrecht der Bürger darf nicht parlamentarischer Bevormundung zum Opfer fallen. “

Ich kann nur Udo Reiter voll und ganz zustimmen, was er zum selbstbestimmten Sterben sagt:

Woher nehmen Politiker, Kleriker und Medizinfunktionäre das Recht, über meinen Tod zu entscheiden? Das Recht auf Selbstbestimmung ist die Grundlage unserer Verfassung. Für alle Lebensbereiche wird es eingefordert. Nur das Recht auf den eigenen Tod will man uns nicht einräumen.

Hier ein Gastbeitrag von Udo Reiter bei der SZ:

Wer mit seinem Leben abgeschlossen hat, soll sich nicht vor den Zug werfen müssen. Das meinen auch 70 Prozent der Deutschen, die sich für ein Recht auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens aussprechen. Ein Plädoyer für das Recht auf selbstbestimmtes Sterben.

Im August erschoss sich der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf („Tschick“) in Berlin am Ufer des Hohenzollerkanals. Herrndorf litt an einem unheilbaren Hirntumor; er hatte nach mehreren Operationen und Chemotherapien beschlossen, sein Leben selbst zu beenden. Das konkrete Umsetzen dieses Entschlusses empfand er als überaus schwierig und qualvoll. Es war, schrieb er, „eines zivilisierten mitteleuropäischen Staates nicht würdig“ – eine Erfahrung, die offenbar viele der 10.000 Menschen machen, die sich in Deutschland jährlich für den Freitod entscheiden. Sie werden weitgehend alleingelassen.

Rat und konkrete Hilfe gibt es nur in einer juristischen Grauzone, die den gutwilligen ärztlichen Helfer leicht in Schwierigkeiten bringt. Normale Sterbewillige, die keine Kontakte zu liberalen, risikobereiten Medizinern haben, beenden selten ihr Leben in Würde und ohne unnötiges Leid. Sie müssen aus Fenstern springen, an Brückenpfeiler fahren oder – das macht die Hälfte dieser jährlichen Zehntausend – sich an Bäumen oder Fensterkreuzen aufhängen. Drei werfen sich pro Tag vor einen Zug.

Neuen Umfragen zufolge meinen mehr als 70 Prozent der deutschen Bevölkerung, dass es ein auf eine menschenwürdige Beendigung des Lebens geben müsste und dass dem allseits akzeptierten Recht auf ein selbstbestimmtes Leben ein Recht auf einen selbstbestimmten Tod zu entsprechen habe. Angesichts dieser Stimmungslage ist es bemerkenswert, dass sich keine politische Partei um das Thema kümmert. Die Mehrheitsmeinung wird seit Jahren von einer Allianz aus Kirchenvertretern, Ärztefunktionären und Politikern in Schach gehalten. Erst in jüngster Zeit hat dieses Kartell einige Risse bekommen. Dass jetzt sogar der katholische Theologe Hans Küng das Recht auf Sterben einfordert („Ich will nicht als Schatten meiner selbst weiterexistieren“), könnte nun endlich Bewegung in die Debatte bringen.

Entschluss in freier Entscheidung

Irgendwann wird es zu Ende gehen. Aber wie?
Ich möchte nicht als Pflegefall enden, der von anderen gewaschen, frisiert und abgeputzt wird. Ich möchte mir nicht den Nahrungsersatz mit Kanülen oben einfüllen und die Exkremente mit Gummihandschuhen unten wieder herausholen lassen. Ich möchte nicht vertrotteln und als freundlicher oder bösartiger Idiot vor mich hindämmern. Und ich möchte ganz allein entscheiden, wann es so weit ist und ich nicht mehr will, ohne Bevormundung durch einen Bischof, Ärztepräsidenten oder Bundestagsabgeordneten.

Ich möchte den Bogen aber weite spannen.
Es geht um Menschen, die nicht todkrank sind, aber in freier Entscheidung zu dem Entschluss kommen, nicht mehr weiterleben zu wollen, sei es, weil sie den Verlust ihrer Persönlichkeit im Altwerden nicht erleben wollen, sei es, weil sie einfach genug haben und, wie es im ersten Buch Moses heißt, „lebenssatt“ sind.

Diese Menschen werden in unserer Gesellschaft alleingelassen. Sie müssen sich ihr Ende quasi in Handarbeit selbst organisieren. Das kann nicht so bleiben. Für diese Menschen muss es Notausgänge geben, durch die sie in Würde und ohne sinnlose Qualen gehen können.

Und wenn ich das für mich entschieden habe, möchte ich mich ungern vor einen Zug rollen oder von einem Hochhaus stürzen, wie ich das indem Haus in dem ich wohne schon 4 Mal erlebt habe. Ich möchte auch nicht in die Schweiz fahren und mich dort auf einem Parkplatz oder in einem Hotelzimmer von Mitarbeitern der Exit einschläfern lassen. Ich möchte bei mir zu Hause, wo ich gelebt habe und glücklich war, einen Cocktail einnehmen, der gut schmeckt und mich dann sanft einschlafen lässt.

Das verstehe ich unter einem humanen Leben wozu auch das Sterben dürfen zählt.

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Mein Tod gehört mir (S)


https://www.4shared.com/web/embed/file/0EPokIXviq
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2022 – Euthanasie Poetic Szene (S)


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Im Video “2022 – Euthanasie Poetic Szene (S)” ist eine Vision zu sehen wo ich mir wünschen würde, dass es Realität wäre. Humaner, würdevoller ist es aus meiner Sicht nicht möglich.

* * *

In was für einem scheiß Land leben wir?

Alles was das Leben schön, reizvoll, genussvoll, lebenswert macht ist oder wird verboten. Unser Leben besteht zunehmend aus Verboten. Tendenz steigend!
Alles was mit Freude am Leben zusammenhängt, ob nun Pornographie, Erotik, Sex aber auch Genussmittel, ist oder wird verboten. Mit der schizophrenen Begründung Jugendschutz, wird die letzte Lücke individueller Freiheit geschlossen.

Wozu lebt man eigentlich noch?
Biologisch gesehen zur Erhaltung der Art. Aber das geht nicht ohne Pornographie, Sex und Erotik.
Die, die das in den Dreck ziehen das sind die Verhaltensgestörten. Die sich als die Gutmenschen bezeichnen.
Und das sind die Gleichen die mir das Sterben verbieten wollen, weil ich keine Lust, keine Freude keinen Sinn mehr im Leben sehen, den sie mir genommen haben.

Das deprimierende ist die Machtlosigkeit mit der man dem gegenüber ausgeliefert ist.
Demokratie ist längst zur Farce geworden, da man nichts mehr beeinflussen kann.
Wenn man dagegen opponiert, wird man sofort Repressalien ausgesetzt, bis hin mundtot gemacht.

Das Leben macht keine Freude mehr. Ich sehne mich in meine Jugendzeit in der DDR zurück. Da hab ich eine glückliche Zeit erlebt. Da gab es noch eine Privatsphäre, da hat man noch Freude am Leben gehabt.

Udo Reiters letzter Wille (S)


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glG. Sabine

Veröffentlicht 25. Februar 2020 von sabnsn in Anstand / Moral / Politik, Deutschland, Politik

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Eine Antwort zu “Mein Tod gehört mir (Neu)

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  1. https://www.4shared.com/web/embed/file/4_6wZIfGea

    Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts müssen Ärzte nicht mehr befürchten, dass sie sich strafbar machen, wenn sie Hilfe beim Suizid leisten. Den entsprechenden Paragrafen 217 des Strafgesetzbuches erklärten die Verfassungsrichter heute für nichtig.

    Der Kern des Urteils lautet: Jeder hat ein Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben. Dies schließt die Freiheit mit ein, sich selbst das Leben zu nehmen und sich dabei von anderen helfen zu lassen. Dieses Recht ist nicht auf schwere oder unheilbare Krankheiten beschränkt. Es besteht in jeder Phase des Lebens.

    Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle fasste die Entscheidung am Ende seiner einführenden Worte so zusammen:

    „Wir mögen seinen Entschluss bedauern, wir dürfen alles versuchen, ihn umzustimmen, wir müssen seine freie Entscheidung aber in letzter Konsequenz akzeptieren.“

    Gefällt 3 Personen

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