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Toleranz – Fortsetzung   1 comment

Was toleriert unsere Gesellschaft nicht alles: prügelnde Jugendliche, religiöse Fundamentalisten, linke Terroristen. Doch das ist eine gefährliche Toleranz, die von der Gleichwertigkeit aller Lebensstile ausgeht und die Ursache und Wirkung verwechselt. Wie schon in seinem Bestseller »Hurra, wir kapitulieren« bietet Henryk M. Broder auch in seinem neuen Buch wieder eine scharfsinnige Gesellschaftsanalyse und warnt vor den seltsamen Blüten, die unsere falsch verstandene Toleranz gegenüber intoleranten Menschen und Meinungen treibt.

Toleranz ist eine Haltung, mit der sich viele gerne schmücken – die Reichen gegenüber den Armen, die Starken gegenüber den Schwachen, die Heteros gegenüber den Homos. Wer es sich leisten kann, ist tolerant. Wenn aber »Ehrenmorde« als ganz normale Verbrechen ja als Folklore gelten, wenn Terroristen zu »Widerstandskämpfern« deklariert werden, wenn ein Regierender Bürgermeister die Teilnehmer einer Sado-Maso-Fete persönlich willkommen heißt, dann wird Toleranz zu einem gesellschaftlichen Selbstmord auf Raten. Unter solchen Bedingungen wird Intoleranz zur Pflicht und Tugend: Intoleranz gegenüber dem wohlfeilen Gutmenschentum, gegenüber totalitären Utopien – und gegenüber Menschen und Kulturen, die ihrerseits nichts von Toleranz halten.

In seinem neuen Buch erweist sich Henryk M. Broder wieder als scharfzüngiger Kritiker einer falsch verstandenen Haltung, mit der wir unsere demokratischen Werte Stück für Stück aufgeben.

Wir müssen  Mut zur Intoleranz aufbringen!

Inhalt

7 Vorwort: Wir tolerieren uns zu Tode

19 Intoleranz ist eine Tugend

25 Toleranz ist eine feine Sache, wenn man sie sich leisten kann

35 Toleranz reimt sich auf Distanz

49 Toleranz ist, wenn gebrannte Kinder das Feuer suchen

63 Toleranz ist ein Liebesdienst – am untauglichen Objekt

83 Toleranz ist die Vollendung guter Manieren

94 Toleranz ist die Fortsetzung der Ratlosigkeit mit anderen Mitteln

114 Toleranz ist eine Einbahnstraße – mit viel Gegenverkehr

134 Toleranz ist der Wille zur Ohnmacht

154 Toleranz heißt: Mengenrabatt für Intensivtäter

166 Toleranz ist: alles hören, alles sehen und nichts tun

185 Toleranz ist die Flucht in die erzwungene Freiwilligkeit

194 Toleranz ist der dritte Weg zwischen Barbarei und Hightech

210 Jetzt schlägt’s dreizehn!

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Wir tolerieren uns zu Tode
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Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Nachbar erzählt Ihnen die folgende Geschichte:

Sein Freund Siggi hat sich in ein Mädchen namens Rachel, eine Jüdin, verliebt. Sie wollen heiraten und haben das Aufgebot schon bestellt. Im letzten Moment stellt sich heraus, dass sie seine leibliche Schwester ist und, noch schlimmer, dass sie beide Kinder eines Moslem sind. Die Hochzeit wird abgesagt, weil die Gäste aber schon eingetroffen sind, beschließen alle Beteiligten, einen Verein zur Förderung der Toleranz unter den Religionen zu gründen.

Wie würden Sie auf eine solche Geschichte reagieren? Sie würden vermutlich fragen: Wo ist denn diese Telenovela gelaufen? Sat1 oder RTL2? War es »Verbotene Liebe« oder »Sturm der Liebe«?, »Lindenstraße« oder »Marienhof«?

Weder noch:

Es ist der Plot eines Theaterstücks, mit dem Generationen von Schülern traktiert und über das mehr Abituraufsätze, Essays und Doktorarbeiten geschrieben wurden als über jedes andere Drama – die »Räuber« und »Hamlet« ausgenommen. »Nathan der Weise« von Gotthold Ephraim Lessing ist die Mutter aller interreligiösen Dialoge und multikultureller Exerzitien. Lange bevor die »Woche der Brüderlichkeit« eingeführt und der Spruch »Seid nett zueinander!« erfunden wurden, war dies genau die Botschaft, die Lessing seine Hauptfiguren verkünden ließ: Vertragt Euch! Habt Euch lieb! Seid tolerant!

Noch heute ist die Überzeugung weit verbreitet, Christen, Juden und Moslems müssten sich, um Konflikten aus dem Weg zu gehen, nur so verhalten wie Nathan, Saladin und der Tempelherr in Lessings Drama, das zur Zeit des Dritten Kreuzzugs (1189–1192) während einer Kampfpause in Jerusalem spielt. Zur Eröffnung des »Jüdischen Kulturbundes« wurde 1933 im bereits nazifizierten Berlin »Nathan« gespielt, unmittelbar nach dem Krieg war es das Stück, mit dem sich der deutsche Theaterbetrieb selbst entnazifizierte.

Immer noch steht der Begriff »Toleranz« hoch im Kurs. Es gibt etwa ein Dutzend Preise für Toleranz und Menschenrechte, die alljährlich in Deutschland verliehen werden, alle wollen tolerant sein, so wie alle Energie sparen und den CO2-Ausstoß reduzieren wollen. Jeder Politiker, Verbandsfunktionär oder Kulturproduzent, der seine Rede mit den Worten »Es ist doch nur eine Frage der Toleranz…« anfängt, hat das Publikum schon auf seiner Seite. Nur die Floskel »Gerade wir als Deutsche…« ist ebenso beliebt und konsensstiftend.

Während heute alles »kritisch hinterfragt« wird, zählt Toleranz zu den Tugenden, die a priori gelten, die nicht einmal unkritisch hinterfragt werden. Obwohl sich seit Lessing und seit den »Toleranzedikten« von Katharina der Zweiten, Zarin von Russland und Herzogin von Holstein-Gottorf (1773), Josef des Zweiten, König von Böhmen, Kroatien und Ungarn (1781), Ludwig des Sechzehnten, König von Frankreich und Navarra (1787) und Friedrich Wilhelm des Vierten von Preußen (1847) vieles, eigentlich alles geändert hat.

Wir fahren nicht mehr mit der Kutsche von Hessen- Nassau nach Schaumburg-Lippe, wir verschicken unsere Briefe per E-Mail und nicht mit reitenden Boten, wir praktizieren das allgemeine Wahlrecht und schicken Politiker, die versagt haben, entweder ins Europaparlament oder zu den Vereinten Nationen, aber nicht mehr in ein Arbeitslager oder aufs Schafott; wir haben die Folter und die Todesstrafe abgeschafft und das Kindergeld und die Kilometerpauschale eingeführt; Abtreibung und Homosexualität wurden entkriminalisiert; Kinder dürfen nicht geschlagen werden, Vergewaltigung in der Ehe ist seit 1997 ein Straftatbestand; und wenn der afghanische Präsident ein Gesetz unterschreibt, das Männern die sexuelle Verfügungsgewalt über ihre Frauen sichert, dann sind wir empört und drohen mit dem Abzug unserer Truppen aus dem Hindukusch.

Wir garantieren jedem Täter ein faires Verfahren, sogar wenn er ein Kind entführt und ermordet hat – auch Mörder haben Menschenrechte; wir feiern den Karneval der Kulturen, den Christopher Street Day und die Love Parade, so wie früher Kirchweih und Schützenfest gefeiert wurden; wir stellen jedem Triebtäter einen Therapeuten an die Seite, wir geben sehr viel Geld für sozialpädagogische und sozialtherapeutische Projekte aus, die sich als so wirksam erweisen wie die Mund-zu-Mund-Beatmung bei einem toten Fisch; wir lieben den Bauchtanz, rauchen die Schischa, spielen Scheschbesch, lösen Sudoku-Aufgaben und können es uns sogar vorstellen, ein langes Wochenende in einem buddhistischen Kloster in den Vogesen zu verbringen, vorausgesetzt, die Zeit wird als Bildungsurlaub anerkannt.

Wir sind tolerant vom frühen Morgen bis zum späten Abend, und wenn wir mal mitten in der Nacht aufwachen, weil der Nachbar über uns gerade seine Möbel umstellt, langen wir nicht zu, sondern greifen zur Ohropax-Dose, denn wir wollen nicht intolerant sein.

Angesichts der Tatsache, dass viele Kinder mit Migrationshintergrund kein Deutsch können, weil in deren Familien alles, nur nicht die Sprache des Landes gesprochen wird, in dem sie leben, diskutieren wir allen Ernstes, ob nicht die Kinder ohne Migrationshintergrund den anderen entgegenkommen und die fremde Sprache lernen sollten. Und während ich dies schreibe, teilt mir ein Freund aus Kopenhagen mit, der Jugendbeauftragte der dänischen Hauptstadt, Bo Asmus Kjeldgaard, habe vorgeschlagen, Arabisch als zweite Fremdsprache an allen Schulen einzuführen, um die Integration muslimischer Schüler zu erleichtern. – Schaffe ich es nie, der Wirklichkeit um wenigstens eine Pointe voraus zu sein?

Wir sind nicht einmal in der Lage, ein allgemein verbindliches Tempolimit für die Autobahnen festzulegen.

Kurzum, wir tolerieren uns zu Tode, in der Theorie wie in der Praxis.

Zugleich aber ertönt jeden Tag aufs  Neue  die  Klage, dass es in der Gesellschaft einen akuten Mangel an Toleranz gibt, gegen den dringend etwas unternommen werden müsste. Als intolerant gilt zum Beispiel bereits, wenn man eine allein erziehende Mutter von fünf Kindern, die von Sozialhilfe lebt, danach fragt, warum sie den oder die Väter nicht zur Kasse bittet. Der Gipfel der Intoleranz ist freilich erreicht, wenn man anonymen Autonomen das Recht verweigert, Autos anzuzünden, Geschäfte zu plündern und Polizisten zu verhauen.

Der Anmelder der Revolutionären Mai-Demo 2009, ein junger Mann von 21 Jahren, der als Abgeordneter in einer Berliner Bezirks-Verordneten-Versammlung bereits zum langen Marsch durch die Institutionen angesetzt hat, erklärte unmittelbar nach der Krawallnacht, bei der 440 Polizisten verletzt wurden, die Polizei habe die Demonstranten durch ihre Präsenz provoziert. Außerdem hätten sich die Polizisten die Verletzungen gegenseitig zugefügt, versicherte er, weil sie so ungeschickt vorgegangen wären.

Der Reporter des Tagesspiegels hatte die Ereignisse ein wenig anders wahrgenommen. Die eingesetzten Hundertschaften der Bundespolizei, schrieb er, wären »nicht Herr der Lage« gewesen, sondern »von den Randalierern regel- recht getrieben« worden. Über die Sachschäden in Millionenhöhe wurde überhaupt nicht gesprochen. Dabei wäre es doch gerade interessant gewesen zu erfahren, ob sie dem Anmelder der Demo in Rechnung gestellt wurden, der sie ja an seine Partei hätte weiterreichen können, die LINKE, die einerseits in Berlin mitregiert, andererseits vollkommen folgenlos mit dem rasenden Mob paktiert.

Ein Jahr zuvor, 2008, wollte sich der Berliner Polizeipräsident Dieter Glietsch ein Bild von der Lage vor Ort machen. Der Selbstversuch endete mit  einer  Blamage. Der Polizeipräsident wurde erkannt und musste von seinen Personenschützern  im Laufschritt  in Sicherheit  gebracht werden. »Er kam mit dem Schrecken davon, blieb unverletzt«, freute sich der »Focus«. Dennoch blieb die Polizei bei ihrem Deeskalations-Konzept, ohne zu bedenken, dass auch dazu immer zwei gehören: Solche, die deeskalieren, und solche, die sich deeskalieren lassen.

Immerhin, 2009 wurde einer der Randalierer schon 14 Tage nach der Tat wegen schweren Landfriedensbruchs, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zu 14 Monaten auf Bewährung verurteilt. Dabei passte er gar nicht in das übliche Täterprofil: 57 Jahre alt, verheiratet und Vater von 7 Kindern. Nach dem Urteil durfte er gleich heim, zu seiner Familie, wo ihm kein Polizist über den Weg laufen wird, nach dem er eine Flasche werfen könnte.

Statt ihn 5 Jahre aus dem Verkehr zu ziehen. Man ist ja tolerant.

Unter solchen Umständen kann es nicht überraschen, dass auch  kleinere  Malheurs  unter  »Kollateralschäden der Toleranz« abgebucht werden. Nachdem eine mutmaßliche Auto-Brandstifterin auf frischer Tat erwischt werden konnte, musste sie nach 12 Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt werden, weil Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin sich nicht einigen konnten, ob die Verdachtsmomente für eine Festnahme ausreichend waren.

»Die Polizei hat es versäumt, zügig sinnvolle Ermittlungsschritte durchzuführen und die Justiz umfassend zu informieren«, erklärte ein Sprecher der Justiz, während ein Sprecher der Polizei Zweifel anmeldete, ob bei der Justiz »wirklich alle Register gezogen worden sind«. Dabei werden in Berlin seit Jahr und Tag jede Nacht Autos abgefackelt, sodass Polizei und Justiz inzwischen eigentlich wissen müssten, wie in solchen Fällen vorgegangen werden muss: zügig, sinnvoll und umfassend.

Sie werden an dieser Stelle vielleicht einwenden, all das habe mit Toleranz bzw. Intoleranz nur bedingt zu tun, es handle sich vielmehr um Nachlässigkeit und Schlamperei im Amt. Stimmt. Dazu gehören auch die etwa 12 000 Raubdelikte pro Jahr, die in Berlin nur protokolliert und »wegverwaltet« werden, wie mir ein Polizeiermittler erklärte, vorausgesetzt, die Täter haben »gewaltfrei« gehandelt und niemanden verletzt.

Allerdings: Der Übergang von Toleranz zur Schlamperei bzw. umgekehrt ist fließend. »Zero Tolerance« bedeutet in New York etwas anderes als in Berlin: Dort Kampf gegen Verwahrlosung bevor sie in Kriminalität umkippt, hier die Verwandlung der Polizei in »Anti-Konflikt- Teams«, die bei Demos, Straßenfesten und Fußballspielen zum Einsatz kommen, »um das Gespräch mit Teilnehmern, Anwohnern, Zuschauern und Medienvertretern zu suchen, um Konflikten vorzubeugen und sie zu deeskalieren«. Die Angehörigen der 220 Mann starken Spezialeinheit sind an ihren neongelben Westen mit der Aufschrift »Anti-Konflikt-Team« und den schwarzen Baseball-Mützen leicht zu erkennen. In Wikipedia heißt es dazu: »Das vor allem durch das Basecap entstehende legere Erscheinungsbild soll bereits optisch deeskalierend wirken und steht damit im Gegensatz zu den Uniformen der Einsatzhundertschaften, die besonders bei aufgesetztem Helm von vielen als martialisch und provozierend empfunden werden.«

Würden die Beamten nur in Badehosen antreten und statt der legeren Basecaps Papierschiffchen auf dem Kopf tragen, ließe sich der deeskalierende Effekt noch optimieren und kein Autonomer käme auf die Idee, das Auftreten der Polizisten als »martialisch und provozierend« zu empfinden.

Toleranz ist nicht nur ein Euphemismus für Nachlässigkeit, Faulheit, Bequemlichkeit, Schlamperei, Trägheit und Gleichgültigkeit. Es ist auch eine Art von Vorauszahlung, die sich selten bezahlt macht. Eine Stewardess der British Midland Airlines (BMI), die der Anweisung der Gesellschaft nicht folgen wollte, auf Flügen nach Saudi-Arabien beim Verlassen des Flugzeugs eine Burka zu tragen, wurde daraufhin entlassen. Umgekehrt ist kein Fall bekannt, in dem die Mitarbeiterin einer arabischen Fluglinie die Order bekommen und verweigert hätte, bei Flügen nach Europa einen Minirock mitzunehmen.

Der iranische Präsident Ahmadinejad wurde im Jahr 2008 von »Channel 4« eingeladen, die »alternative« Weihnachtsansprache zu halten – in Konkurrenz zur Queen, die bei der BBC auftrat. Er nutzte die Gelegenheit, um seine übliche Propaganda »gegen die Tyrannei der vorherrschenden Politik und Wirtschaft« zu verbreiten, ohne die Verhältnisse in seinem Land zu erwähnen. Die Macher von »Channel 4« mögen das für einen guten Einfall gehalten und sich selbst zu ihrem Mut und ihrer Toleranz gratuliert haben. Denn nur zwei Jahre zuvor hatten sie sich nicht getraut, auch nur eine der 12 Mohammed-Karikaturen aus Jyllands-Posten zu zeigen, aus Angst diejenigen zu verärgern, die zum kulturellen Umfeld des iranischen Präsidenten gehören. Die Einladung an Ahmadinejad wurde zwar von Exil-Iranern, Regierungs- und Oppositionsabgeordneten kritisiert, aber »Channel 4« konnte sicher sein, dass kein Kritiker ein Büro des Senders überfallen und vandalisieren würde.

Der holländische Abgeordnete Geert Wilders, der bei uns gerne als »Rechtspopulist« bezeichnet und damit ins politische Abseits gestellt wird, hat Ende Mai mit einer Rede im Parlament eine Welle der Empörung ausgelöst. Er sagte, ganz Holland sei vom »Stockholm-Syndrom« befallen. Anlass seiner Feststellung war das Buch einer holländischen Journalistin, die von den Taliban als Geisel genommen und erst nach Zahlung eines Lösegeldes freigelassen wurde. »Zu Gast« bei den Taliban, wurde sie vom Kommandeur der Einheit mehrfach vergewaltigt, es kommt ja nicht oft vor, dass sich eine blonde Europäerin in das afghanisch-pakistanische Hochland verläuft.

Nach ihrer Freilassung bedankte sich Joanie de Rijke bei ihren Entführern für die relativ gute Behandlung und versicherte, es sei nicht ihre Absicht gewesen, »die Taliban als Monster zu zeichnen«. Wilders wertete diese Äußerung als Beleg für den »moralischen Verfall der linken Elite«, deren einzige Sorge es wäre, »den Moslems nicht auf die Füße zu treten«, vermutlich habe die entführte Journalistin auch »Tee und Plätzchen« bekommen. Worauf Wilders in den Fokus der Kritik geriet. »Er betreibt Politik auf meinem Rücken«, klagte Joanie de Rijke. Und die halbe holländische Öffentlichkeit solidarisierte sich mit ihr – nicht gegen ihren Vergewaltiger, sondern gegen Wilders, der sich die Freiheit erlaubt hatte, das Kind beim Namen zu nennen.

Es ist noch nicht lange her, da wurde in der Bundesrepublik erbittert darüber diskutiert, ob man »Baader-Meinhof-Bande« oder »Baader-Meinhof-Gruppe« sagen sollte. Wer von einer »Bande« sprach, war ein Reaktionär, wer

»Gruppe« sagte, der gehörte automatisch zu den Progressiven. Diese Diskussion erlebt heute ein Comeback – auf einem globalisierten Niveau. Sind die Taliban Terroristen oder Widerstandskämpfer? Nicht einmal die »tagesschau« und »heute« wollen sich festlegen und sprechen gerne von »radikalen Islamisten«, denn es soll ja auch

»moderate« geben, vermutlich diejenigen, mit denen der rheinlandpfälzische Ministerpräsident Kurt Beck  und der US-Vizepräsident Joe Biden verhandeln möchten.

Zum »Stockholm-Syndrom« gehört auch die Ausweitung der Toleranzzone, in der die Geisel und die Geiselnehmer, die Vergewaltiger und die Vergewaltigten, sich

quasi auf Augenhöhe begegnen. Natascha Kampusch, die als Zehnjährige entführt und acht Jahre lang gefangen gehalten und missbraucht wurde, antwortete auf die Frage, ob sie mit ihrem Entführer auch Sex hatte, mit dem Satz:

»Ja, aber es war freiwillig.« Die Fiktion der Freiwilligkeit in einer Situation, die keine Wahl zulässt, macht es dem Opfer leichter, sich damit abzufinden, dass es sich fügen muss, wenn es mit dem Leben davonkommen will. Das Kopftuch wird freiwillig getragen; ganz freiwillig, aus einem Bewusstsein der Verantwortung, haben die meisten Zeitungen darauf verzichtet, die Mohammed-Karikaturen aus Jyllands Posten nachzudrucken; der Erzbischof von Canterbury plädiert vollkommen freiwillig für die Einführung der Scharia in Großbritannien, und die Mädchen in den von den Taliban beherrschten Gebieten gehen freiwillig nicht zur Schule und lassen sich freiwillig beschneiden und mit Männern verheiraten, die ihre Großväter sein könnten.

Dieser Begriff von Freiwilligkeit wird auch im aufgeklärten, die Willensfreiheit des Individuums preisenden Europa mit Wohlwollen und Toleranz aufgenommen. Er entspricht zwar nicht ganz unserem Verständnis von Freiwilligkeit, aber man möchte nicht anmaßend, intolerant und überheblich sein. Und schließlich: Vergewaltigung in der Ehe ist auch bei uns erst seit 1997 ein Straftatbestand. Da bleibt kein Platz für die Einsicht, dass nicht nur Individuen wie Natascha Kampusch und Joanie de Rijke, sondern ganze Gesellschaften als Geiseln ge- nommen werden können, die dann zu »freiwilligen« Konzessionen bereit sind.

So viel Nachgiebigkeit verursacht natürlich auch ein Unbehagen am eigenen Verhalten. Das muss bei passender Gelegenheit mit an Gnadenlosigkeit grenzender Härte kompensiert werden. Zum Beispiel wenn eine Kassiererin in einem  Supermarkt, die zwei Leergutbons im Wert von 1,30 Euro klaut, daraufhin fristlos gefeuert wird.

Ich bin bei Lesungen aus diesem Buch oft gefragt worden, ob Toleranz gegenüber Intoleranten am Ende nicht doch besser wäre als Intoleranz im Dienste der Freiheit. Ob an dem Satz »Der Klügere gibt nach« nicht doch was dran wäre.

Nein. Es haben sich schon genug Dumme durchgesetzt.

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glG

Veröffentlicht 4. April 2019 von sabnsn in Deutschland, Politik

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von Ikonen und echten HELDEN   Leave a comment

eingestellt von Babette


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https://www.4shared.com/video/dVJaizeLfi/Am_Freitag_Zu_Greta_Fr_die_Zuk.html
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Ida-Marie Müller

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glG Babette

Veröffentlicht 29. März 2019 von sabnsn in Deutschland, Politik

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die Enttarnung eines Wikipedia-Denunzianten   2 comments

eingestellt von Babette


ein Bericht von Helmut Roewer

Das Landgericht Hamburg und die Enttarnung des bis vor kurzem anonymen Mega-Denunzianten Feliks, alias Jörg Egerer, alias Matthias Claudius Grünewald aus München

Ein totalitäres System ist eines, in dem sich niemand traut, seine Meinung zu sagen. Es ist die Furcht vor dem Denunzianten, welche die Leute verstummen lässt. Das ist allgemein bekannt. Die weniger bekannte Rückseite des totalitären Systems ist die Desinformation. Es ist die Zuteilung und Portionierung von Informationen – egal, ob falsch oder richtig –, um ein bestimmtes Verhalten zu erzeugen.

Neben dem öffentlichen Fernsehen ist nach meiner Überzeugung die Internet-Plattform Wikipedia die ungekrönte Königin der Desinformation in Deutschland.

Hinter dem Decknamen verbirgt sich eine jämmerliche Gestalt: Jörg Egerer aus München

Den Anfang machte vor etlichen Jahren ein Mann, der mir mitteilte, dass es einen ganz unmöglichen Namensartikel über mich bei Wikipedia gebe. Er habe ihn sogleich korrigiert, was aber unverzüglich rückkorrigiert worden sei. Er blieb nicht der Einzige, der sich hier an mir lexikalisch versuchte. Irgendjemand schrieb mir dann, dass es ein Anonymus mit dem Decknamen Feliks sei, der für den denunziatorischen Wikipedia-Schwachsinn über mich die Verantwortung trage. Hinter dem Decknamen verbirgt sich eine jämmerliche Gestalt: Jörg Egerer aus München.

Seinerzeit habe ich mir zunächst nicht weiter Gedanken darüber gemacht, weil ich noch nicht erkannt hatte, dass Wikipedia in rasender Geschwindigkeit alle seriösen Lexika vom Markt verdrängen würde – ein Zustand, der mittlerweile eingetreten ist. Es hat also ein Weilchen gedauert, bis mir klar wurde, dass hier anonyme Leute vorsätzlich Informationen verkürzen und verfälschen und das mit großem Erfolg, der sich im Alltagsleben und hinein in die Schulen und Universitäten auswirkt.

Hierher rührt mein Interesse, mich mit den Verursachern und ihren Motiven zu beschäftigen. Es handelt sich, so glaube ich erkannt zu haben, um einen langestreckten Prozess, mit der die heute bekannte abendländische deutsche Gesellschaft zersetzt werden soll. Zur Nagelprobe, wie weit dieser Prozess gediehen ist, formulieren Sie als Einleitung für Partygeschwätz: „Unerhört dieser Todenhöfer. In der Wikipedia steht…“ Kaum einer wird Sie sofort stoppen und für verrückt erklären.

Tausende von fragwürdigen Einträgen und Beiträgen

Im Folgenden werde ich die anonymen Leute zu typisieren versuchen, die den oft peinlichen und vielfach denunziatorischen Inhalt für Wikipedia zu verantworten haben. Ich habe mir als Beispielsfall „Feliks“ herausgesucht. Er ist kein Gelegenheits-Wikipedianer, sondern für mich der Denunzianten-Star, denn er brilliert in den letzten Jahren mit Tausenden von fragwürdigen Einträgen und Beiträgen.

Zu Denunzianten und deren Decknamen im allgemeinen: Meine berufliche Erfahrung mit Spitzeln und Denunzianten aller Art hat mich gelehrt, dass hier ein besonderer Menschenschlag seine Dienste feilbietet. Sagen wir es zurückhaltend: Meist sind es Zeitgenossen, deren Lebensweg kaum glänzend genannt werden kann, darunter vor allem solche, die sich zurückgesetzt fühlen. Bereits aus dem vom Spitzel bzw. Denunzianten selbstgewählten Decknamen kann man nur zu oft mehr zur Motiv-Lage des Delinquenten ableiten als aus einem ausführlichen Lebenslauf.

So will es mir auch bei „Feliks“ vorkommen. Die Namenswahl des glücklichen Feliks gab mir einen ersten Fingerzeig. Dieser, der historische Feliks, war, wie ich annehmen muss, Feliks Dsershinskij (Феликс Дзержинский), der erste Tscheka-Chef. Er war der gnadenlose geheimpolizeiliche Vollstrecker von Lenins Gewaltphantasien nach dem bolschewistischen Oktoberputsch 1917. Feliks, von seinen Bewunderern auch der Unbestechliche genannt, trug die Verantwortung für das Abschlachten Hunderttausender, die nach Lenins maßgeblicher Ansicht nicht in die Sowjetherrschaft passen mochten. Wer’s genauer wissen will, der lese von Peter Scheibert: Lenin an der Macht. Das russische Volk in der Revolution 1918-1922.

Nun, heute geht es unblutiger zu. Die Opfer unsres modernen Feliks werden nicht physisch umgebracht, sondern sie werden moralisch hingerichtet. Nicht nur für Gutmensch, auch für viele törichte Wikipedia-Gläubige sind sie anschließend gestorben. Geht man an die Verdikte von Feliks, dem Denunzianten, etwas näher ran, so schält sich eine bestimmte Figur aus dem Nebel der Anonymität. Feliks, das ist für mich das zur Person gewordene Ressentiment. Er ist, bei Lichte betrachtet, ein Charakterschwein, das sich im Schutz seiner Organisation vor der juristischen oder sonstigen Inanspruchnahme seiner Opfer sicher glaubte. Hier spielt einer Gott. Er schleudert seine Blitze vom Olymp herab. Niemand kann sich wehren.

Der anonyme Denunziant ist nicht Gott, er kommt sich nur so vor

Doch aufgepasst: Der anonyme Denunziant ist nicht Gott, er kommt sich nur so vor. Und weil er es nicht erträgt, dass niemand seine Göttlichkeit bewundert, hat er die unstillbare Sehnsucht, etwas über seine fabelhafte Rolle zu erzählen. Das gilt auch für Felix-Jörg. Er produzierte bei Wikipedia eine Nutzerseite, die er mittlerweile vom Netz genommen hat. Doch das Netz ist tückisch und lässt es zu, dass andere diese Seite kopierten und aufhoben. Sie wurde zum Grundbaustein der Enttarnung:

Denunzierte, wie der Autor dieses Beitrags, mussten nur die öffentlichen Auftritte eines „Jörg“ (Bundeswehr, THW, Standesamtsdaten in Ingolstadt, Wohnsitzdaten der Stadt München, Geburtsdatum, Geburtsort, Parteiämter, andere öffentliche und veröffentlichte private Ämter, Justizpersonal- und Telefondaten, IP-Adressen) miteinander und mit der öffentlichen Selbstbeschreibung von „Feliks“ vergleichen, dann war klar: Der vermeintlich kluge anonyme Privatschlapphut „Feliks“ im Dienste der geheimpolizeilichen Wikipedia hatte sich selbst enttarnt. Mit diesen Personendaten gab es nur eine einzige Person: Jörg Egerer.

Nun Feliks-Jörg und die Dienste: Ich schrieb ja oben schon einiges, was meine Erfahrungen mit Anonymität und Decknamen anbelangt. Feliks hat hier wohl ein besonderes Faible entwickelt. Doch wenn man mich gefragt hätte – solange ich noch an der Spitze eines Nachrichtendienstes war –, einen solchen Mann im Nachrichtendienst einzustellen, hätte ich abgewinkt. Das bedeutet nicht, ihn nicht einzusetzen – ganz im Gegenteil. Ich habe keine Ahnung, ob das je der Fall war.

Schatzmeister des bayerischen Landesverbandes der Linken

Feliks-Jörg hat offensichtlich das Talent, in Einflussstellen der zweiten und dritten Linie vorzudringen – jeder Nachrichtendienst schätzt so etwas –, so zum Beispiel in die Schatzmeisterposition des bayerischen Landesverbandes der Linken. Das ging vor Jahr und Tag aus mir nicht verständlichen Gründen zu Ende.

Als ich darüber las, verknüpfte sich in meiner Erinnerung ganz unwillentlich eine Szene im Dienstzimmer des damaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein, als die Beobachtung der PDS im Sommer 1994 in Bayern beschlossen wurde. Man sieht: Das Gehirn spielt einem zuweilen seltsame Streiche, denn selbstverständlich war von Jörg nicht annähernd die Rede gewesen – und von Feliks schon gar nicht.

Die Enttarnung von Feliks war ein Schritt der Selbstbefreiung, denn die deutsche Justiz half beim Schutz der Denunzianten bislang kräftig mit. Sie hat nämlich festgestellt, dass man die Organisation mit dem Namen Wikipedia in Deutschland nicht verklagen kann, weil – na, raten Sie mal – weil die Wikipedia in Deutschland keinen rechtsverbindlichen Sitz hat. Das heißt im Klartext: Der Verunglimpfte kann es ja mal in den USA versuchen (um dort gesagt zu bekommen, dass die Wikimedia, die Wikipedia betreibt oder auch nicht, keinen Einfluss auf die deutsche Tochter hat).

Bei solcher Rechtlosstellung ist es nahe liegend, dass etliche der Geschädigten auf die Idee verfallen sind, die anonymen Schmierfinken namentlich bloßzustellen, um sie endlich zu stoppen. Hieran besteht nicht nur ein Interesse der jeweils Geschädigten, sondern es besteht ein breites öffentliches Interesse daran, offengelegt zu bekommen, wer und mit welcher Qualifikation einer für den Inhalt von Wikipedia als eines Lexikon-Monopols verantwortlich ist. Die Angabe des Verfassers ist wissenschaftlicher und publizistischer Standard, sie ist rechtsverbindlich im deutschen Verlags- und Presserecht, und sie ist die allererste Wahl für die Qualitätskontrolle des Inhalts.

Im Falle von Feliks kommt neben der außerordentlich zu nennenden Produktivität als Sudel-Biograph der Umstand hinzu, dass dieser Mann einen Arbeitsstil offenbart, der die Vermutung aufkommen lässt, dass Feliks sein Tun aus der Staatskasse mitfinanzieren lässt. Ich lasse einmal beiseite, ob sein Dienstherr das auch weiß. Auf jeden Fall sollten es der Steuerzahler wissen, wen und warum er jemanden finanziert. Das entspricht dem überall in Deutschland geltenden Grundsatz der Haushaltsklarheit.

Bei Wikipedia-Arbeiten IP einer bayerischen Behörde aufgefallen

Zunächst zur Arbeitszeit: In Deutschland sagt man leichthin: Einer ist rund um die Uhr tätig. Das gilt für Feliks nicht. Aus den Statistiken von Wikipedia lässt sich belegen, dass Feliks werktäglich, bevorzugt zwischen 8 Uhr und 16 Uhr Wikipedia-aktiv ist – und zwar so, dass ich geneigt bin, von einem Vollzeitjob zu sprechen. Das wäre, wenn die Wikipedia sein Arbeitsplatz wäre, nicht besonders spektakulär, doch wenn sein Schreibtisch in einer bayerischen Behörde stünde, allerdings sehr. Ich habe eine bestimmte bayerische Behörde im Blick, der ich die von Feliks-Jörg bei seinen Wikipedia-Arbeiten benützte Computer-IP-Adresse zuordne.

Ich habe also beim Behördenleiter angefragt, ob Feliks dort im Auftrag des Freistaats Bayern für die Wikipedia arbeitet. Nun würde es mich nicht sehr wundern, wenn der Behördenleiter von Feliks-Jörgs Treiben gar nichts weiß, denn Feliks-Jörg machte im Prozess, von dem gleich die Rede sein soll, erstaunliche Angaben über seinen Beruf: Er sei Systemadministrator, vulgo derjenige, der einen speziellen Zugriff auf das elektronische Equipment hat.

Hat Feliks-Jörg in seiner Behörde einen Wikipedia-Arbeitsplatz?

Nun ist es nach deutschem Beamtenrecht durchaus nicht so, dass es Beamten freisteht, die Dienststunden und die Gerätschaften des Dienstherrn für private Zwecke zu nutzen. Es scheint mir die Rückfrage nach diesem Tun im öffentlichen Interesse, weil ich noch nirgends gelesen oder gehört habe, dass der Freistaat Bayern Wikipedia-Bearbeiter beschäftigt. Es wäre nötig zu wissen, ob es in diesem Fall anders ist.

Denn hätte Feliks-Jörg in seiner Behörde keinen Wikipedia-Arbeitsplatz, läge die Vermutung eines am Arbeitsplatz privatisierenden Beamten nahe, und, träfe das zu, wäre Feliks das, was man im gewöhnlichen Arbeits- und Beamtenleben einen Abrechnungsbetrüger nennt. Zum Beleg: zwischen dem 1. Dezember 2018 und dem Zeitpunkt der Niederschrift dieses Aufsatzes, also innerhalb von nur zwei Monaten, lägen 270 Kollisionen mit der von mir unterstellten normalen Arbeitszeit vor. Das sind 6 bis 7 Wikipedia-Beiträge pro Arbeitstag in der Behörde. Man kann sagen: Da klotzt einer richtig ran.

Von Kai Dieckmann bis Ken Jebsen

Es geht, um das noch mal zu betonen, um die berechtigte Aufklärung der Öffentlichkeit über einen Mann, der sich ununterbrochen vorsätzlich in der Öffentlichkeit tummelt. Zur Ergänzung nun aus allerletzter Zeit eine winzige Teilliste derjenigen, an denen sich Feliks Tag um Tag zu schaffen macht:

Der Journalist Ken Jebsen,

der Verleger Dieter Dehn,

der Filmemacher Dirk Pohlmann,

der Politiker Jürgen Todenhöfer,

der Politiker Bodo Ramelow (bearbeitet ab Juli 2010),

der Politiker Günther Beckstein (bearbeitet ab Mai 2013),

der Psychologe Rainer Mausfeld,

der Journalist Kai Dieckmann,

der Presseverleger Matthias Döpfner,

der Polit-Beamte Mark Jan Eumann,

der Rechtsanwalt Heiko Klatt,

der Sciencefiction-Autor Dirk C. Fleck,

der Politiker Björn Höcke,

der US-Kinderstar Carlena Gower,

die Medien-Professorin Sabine Rollberg,

der Historiker Daniele Ganser,

die Politikerin Kornelia Möller,

die Theologin Margot Käßmann,

der Säugling Emanuel Holzhauer,

der Psychologe Klaus-Dieter Hänsgen,

der Politiker Markus Söder (der mutmaßliche Dienstherr von Feliks),

der Psychologe Rolf Verleger

Besonders Interesse auch an Pornowebseite PornHub

…sowie ungezählte weitere Personen, unter diesen 51 Politiker der Linkspartei, deren Mitglied und Funktionär Feliks war (ob er es vielleicht sogar noch ist, habe ich noch nicht ermittelt). Auch Organisationen dürfen sich der Aufmerksamkeit von Feliks erfreuen, beispielsweise die Konrad-Adenauer-Stiftung. Und dann ist da noch die Süddeutsche Zeitung.

Über die ärgert sich Feliks-Jörg besonders stark (allein 18 Beiträge zur SüZ am 16. Dezember 2018). Zum Trost für die SüZ: Feliks ist auch für andere Publikationen breit aufgestellt: So schreibt er Wissenswertes zur kanadischen Pornowebsite PornHub. Ob das mit seinem bei Wikipedia gut dokumentierten auffälligen Interesse an Beschneidungen zusammenhängt, weiß ich nicht.

Massenbiograph von Leuten, die er nicht schätzt

Neuerdings hat der wunderbar öffentliche Feliks sein juridisches Interesse geltend gemacht, dass seine diversen Tätigkeiten unter Nennung seines Decknamens und seiner beiden nacheinander benutzten Klarnamen nicht miteinander verknüpft werden dürfen, nämlich: seine aufopfernde Tätigkeit für das deutsche Volk (Jörg Egerer als Bundestags-Kandidat) und für die bayerische Justiz (Jörg als Personalvertretungs-Kandidat) sowie erneut für das deutsche Volk (als Feliks mit denselben biografischen Daten wie Jörg, diesmal als der Massenbiograph von Leuten, die er nicht schätzt). Das ist nach meinem Gefühl ein deutlicher Hinweis auf eine gespaltene Persönlichkeit. Und – der Leser staunt – die Hamburger Justiz macht’s zunächst möglich. Zum Glück war deren Sitzung öffentlich, sodass ich reinen Herzens darüber berichten kann.

Den Filmemachern Markus Fiedler und Dirk Pohlmann (Geschichten aus Wikihausen) wurde nun von der Presse-Kammer des Landgerichts Hamburg zunächst untersagt, die Klarnamen von Jörg (er hat oder hatte mindestens zwei) und den Decknamen Feliks miteinander zu verknüpfen. Man fasst sich an den Kopf und fragt sich: wieso? Hier ist das erstaunliche Ergebnis.

Prozessual ist davon auszugehen, dass das Interesse des Antragstellers, dass sein Name als Wikipedia-Autor nicht genannt wird, das öffentliche Informationsinteresse überwiegt.

Wieso das? Und? Und nichts. Kein Sterbenswort zur Begründung. Immerhin dieses ist nun – wie man so sagt – gerichtsnotorisch: Die Jörgs und der Feliks sind ein und dieselbe Person. Das steht jetzt fest. Gut zu wissen.

Der große Zampano-Biograph von eigenen und Wikipedias Gnaden

Und erneut ins Landgericht. Weil sich die Feliks-Enttarner Pohlmann und Fiedler gegen die Eilentscheidung wehrten, kam es zum Termin zur mündlichen Verhandlung. Und siehe: Der arme kleine Feliks konnte als das dargestellt werden, was er in Wirklichkeit hinter den geschlossenen Wikipedia-Gardinen ist: Der große Zampano-Biograph von eigenen und Wikipedias Gnaden. Das Interesse der Öffentlichkeit, über den Breitband-Desinformanten aufgeklärt zu werden, folgt aus der Monopolstellung von Wikipedia, die bekanntlich in Anspruch nimmt, das Lexikon zu sein.

Prozessführung ist teuer. Damit das Duo Pohlmann und Fiedler gegen den Spendensammelgiganten Wikipedia nicht unter die Räder kommt, rufe ich dazu auf, die Filmemacher durch Tat und Spende zu unterstützen. Für mich gilt: Diese Denunziant-Mafia, von denen Feliks-Jörg Egerer nur einer ist, muss ihrer Anonymität beraubt und für den Rest ihrer Tage öffentlich gezeichnet werden. Die Geschichten aus Wikihausen müssen also weitererzählt werden.

P.S.: Opfer der Feliks-Denunziationen können von mir gerne zum Zwecke der Prozessführung eine ladungsfähige Anschrift einschließlich des aktuellen Familiennamens sowie Namen und Anschrift seiner Anstellungs-Behörde erhalten. Nun ja, vielleicht bevorzugt auch der eine oder andere statt des Rechtswegs einen Haus- oder Arbeitsplatzbesuch bei seinem Quälgeist in München. Aber bitte keine Gewalt – Blickkontakt genügt. Und würde jeder der von Feliks Angezinkten eine Kerze vor seiner Haustür aufstellen, die Forstenrieder Allee in München wäre nachts gut beleuchtet.

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Dr. Helmut Roewer wurde nach dem Abitur Panzeroffizier, zuletzt Oberleutnant. Sodann Studium der Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte. Nach dem zweiten juristischen Staatsexamen Rechtsanwalt und Promotion zum Dr.iur. über ein rechtsgeschichtliches Thema. Später Beamter im Sicherheitsbereich des Bundesinnenministerium in Bonn und Berlin, zuletzt Ministerialrat. Frühjahr 1994 bis Herbst 2000 Präsident einer Verfassungsschutzbehörde. Nach der Versetzung in den einstweiligen Ruhestand freiberuflicher Schriftsteller und Autor. Er lebt und arbeitet in Weimar und Italien.

Bereits 2013 schrieb meine Mama dazu:


https://sabnsn.wordpress.com/2013/10/23/wkipedia/


glG Babette

Veröffentlicht 2. März 2019 von sabnsn in Deutschland, Politik, Uncategorized

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Könnte der Witz aller Witze sein . . .   Leave a comment


https://www.4shared.com/web/embed/file/_4r8BeEFgm

Die Umkehrung der Wertebegriffe:

Zivilgesellschaft:

Der Mainstream im Westen ist antichristlich eingestellt und sucht – da Religion zum Wesen des Menschen gehört – die Zuflucht in der Etablierung diverser zivilgesellschaftlicher Ersatzreligionen, ein Phänomen, das im öffentlichen Raum bis auf die Französische Revolution zurückgeht (derzeit reicht die Palette, je nach Blickwinkel, offenbar vom Holocaust über die Gender-Ideologie bis zum Klimawandel). Mit der Abtreibung werden auf dem Altar der Ersatzreligionen auch massenhaft Menschenopfer dargebracht, wie es für viele heidnische Kulturen typisch war.

Amadeu Antonio Stiftung – die sich selbst als Zivilgesellschaft, als die Guten bezeichnen und sich anmaßen das moralische Recht zu haben, alle anderen als Nazis niederzumachen.


https://sabnsn.wordpress.com/2018/12/02/naziwahn-in-deutschland/

https://sabnsn.wordpress.com/2018/11/28/wo-ist-der-widerstand-wo-sind-die-proteste/

https://sabnsn.wordpress.com/2018/11/25/24-november-2018-in-4-wochen-ist-weihnachten/

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glG.

Veröffentlicht 8. Februar 2019 von sabnsn in Deutschland, Politik

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Wintereinbuch – mitten im Winter   Leave a comment

eingestellt von Babette


https://www.4shared.com/video/-zE3qMR9fi/Wintereinbruch_-_mitten_im_Win.html
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glG Babette

Veröffentlicht 2. Februar 2019 von sabnsn in Deutschland, Politik, Unterhaltung

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Patriarchat und „toxic masculinity“   Leave a comment

eingestellt von Babette

Ergänzung zu meinem Beitrag:


https://sabnsn.wordpress.com/2019/01/18/wie-linke-ideologen-die-realitaeten-umdeuten/

Das Patriarchat und die „toxic masculinity“

Die American Psychological Association (APA) hat kürzlich allen Ernstes Leitlinien herausgegeben, in denen behauptet wird, dass die sogenannten „traditionellen männlichen Verhaltensweisen“ gefährlich seien. Die eifrigen und durchaus einflußreichen Seelenkundler aus Übersee meinen, dass etwa schon die bloße Abenteuerlust oder das natürliche Konkurrenzdenken und der Wille nach Dominanz Eigenschaften sind, die den Männern und natürlich ihrer Umwelt schaden würden.  Das sogenannte typisch Männliche wird daher in den USA nicht von ungefähr schon seit einiger Zeit „toxic masculinity“ genannt.

Bei näherer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass dieses angeblich durch wissenschaftliche Arbeiten untermauerte Konzept weder wissenschaftlich fundiert noch rational begründet ist.

Die US-Psychologen begingen mit ihrer Publikation vielmehr die schwerste Sünde, die Intellektuelle bei ihrer geistigen Arbeit begehen können – sie haben ihre eigene Ideologie über die Wissenschaft gestellt und versucht, mit ihrer Veröffentlichung politischen Einfluss zu nehmen. Rasch wird nämlich bei der Lektüre ihrer Publikation klar, woher der Wind weht: Die „toxic masculinity“ ist etwas, das nur dem weißen Mann angedichtet wird, alle anderen Männer sind tendenziell eher auf der Opferseite verortet. Die Frauen gelten aus Sicht der APA sowieso als die stets unterdrückten Objekte jener toxischen Männlichkeit.

In Europa gelandet

Weil praktisch alle US-amerikanischen Trends nach Europa gelangen, ist auch das Schlagwort von der „toxic masculinity“ bei uns bereits bekannt. Aufgrund seiner besonderen Eignung für den Einsatz im unermüdlichen Kampf gegen den „alten weißen Mann“, den die feministischen Autorinnen und Politikerinnen ohne Unterlass führen, hat es im deutschsprachigen Raum fruchtbaren medialen Boden gefunden. Um die neue Waffe noch besser einsetzen zu können, kommt die „toxic masculinity“ bei uns einstweilen noch als „das Patriarchat“ daher. Den Begriff kennt spätestens seit 1968 nämlich jeder, denn seit damals ist die Abschaffung der angeblichen Männervorherrschaft das erklärte Ziel aller linksautoritären Verfechter der unseligen postmarxistischen Gleichheitsphilosophie.

In Deutschland und in Österreich ist nach einer schrecklichen Frauenmordserie das überall vermutete Patriarchat plötzlich wieder ganz massiv in den Fokus des linksfeministischen Dauerfeuers geraten. Obwohl fast alle der armen Mordopfer von Männern mit migrantischem Hintergrund getötet wurden, kam die „toxic masculinity“ den Feministinnen gerade recht, denn man fand sehr schnell heraus, dass man mit diesem neuen Kampfbegriff ein fast perfektes Instrument in die Hand bekam, um die durch die Massenmigration importierte fremde Gewalt einer Apologie zu unterziehen und somit nicht die gefährliche kulturelle Problematik der so zahlreich Herbeigekommenen thematisieren zu müssen. Vielmehr kann man damit den alten weißen Mann als den alleinigen und wahren Schuldigen identifizieren und einen glorreichen Stellvertreterkrieg anzetteln.

Die wackeren Frauenkämpferinnen haben daher sofort begonnen, die beschriebenen Gewalttaten zu relativieren und versuchen nun, einen Vernichtungsfeldzug gegen das plötzlich als ein fürchterliches Riesenproblem erkannte Patriarchat zu inszenieren.

Trotz jahrzehntelanger Gleichstellungspolitik, trotz EU-weit verankerter Gleichbehandlungsgrundsätze und trotz verfassungsrechtlich festgeschriebener Gleichheit von Mann und Frau behaupten federführende Feministinnen, das Patriarchat (vulgo der Weiße Mann) sei in ganz Europa so stark, dass es einer konzertierten Aktion samt (inter-)nationalem Schulterschluss bedürfe, um dem westlichen Mannsbild samt seiner ihm innewohnenden Gewaltneigung endlich den Garaus zu machen.

Wie haarsträubend absurd und daneben dieses Ansinnen ist, muss man einem vernünftig denkenden Menschen nicht näher beschreiben. Die betreffenden Damen hingegen scheinen es mit der Vernunft und der Sachlichkeit nicht so genau zu nehmen – oder sie können einfach nicht anders, weil ihre Weltsicht dafür zu eingeengt ist. Aber vielleicht könnten da ein paar erfahrene Psychologen helfen? Müssen ja keine von der APA sein.

 


glG Babette

Veröffentlicht 22. Januar 2019 von sabnsn in Deutschland, Islam, Politik

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Silvester 2018 / 2019   2 comments

eingestellt von Babette
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Veröffentlicht 31. Dezember 2018 von sabnsn in splitternackt zur Schau gestellt, Unterhaltung, Zurschaustellung

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